Die Abräumer der diesjährigen Emmy Awards

Es ist nun auch schon eine Weile her, dass die Hauptpreise der Emmy Awards vergeben wurden, aber als Nachtrag wollte ich diese dennoch nachschieben. Neben dem üblichen Abräumer „Game of Thrones“ dominierten „The Marvelous Mrs. Maisel“ und „RuPauls Drag Race“ die Awardshow. Wer Drag Race noch nie gesehen hat, sollte dies nun spätestens nachholen. Netflix hat die Staffeln 7, 8 und 9 zur Verfügung, doch bitte tut mir und Euch den Gefallen und schaut es Euch im Original-Ton an, notfalls mit deutschen Untertiteln. Die deutsche Synchro ist grausam!!! Wer sonst noch zu den großen Abräumern gehört, erfahrt ihr natürlich bei uns… Lesen fortsetzen

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Werk Ohne Autor (IT: Never Look Away)

© Buena Vista Distribution Company

Pünktlich zum heutigen Nationalfeiertag startete ebenjener Film, der vor rund einem Monat als offizieller Beitrag Deutschlands in der Kategorie „Bester Fremdsprachiger Film“ bekanntgegeben wurde und sich u.a. gegen „Drei Tage In Quiberon“ und „Ballon“ durchsetzen konnte. Nachdem in den vergangenen zwei Jahren jeweils Werke aus der unmittelbaren Gegenwart auf die Oscarbühne entsandt worden sind, fiel die Wahl nun ein weiteres Mal auf einen Drama mit Fokus auf die beiden Diktaturen 20. Jahrhunderts. Mit seinem erst dritten Film in Spielfilmlänge fährt Florian Henckel von Donnersmarck in vieler Hinsicht schweres, sperriges Geschütz auf und beweist mithilfe von „Werk Ohne Autor“ sein Faible für Bildgewalt. Sofern man nicht weiß, dass die schicksalshafte Geschichte um einen jungen Maler auf einem Originaldrehbuch des Regisseurs selbst basiert, könnte man die insgesamt drei Jahrzehnte umfassende Chronologie glatt für eine autobiographische Romanverfilmung halten, die letztlich einen starken Eindruck hinterlässt, allerdings auch eben so viel Geduld abverlangt.

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Book Club – Das Beste Kommt Noch (OT: Book Club)

© Paramount Pictures

Schon rund 100 Jahre, bevor das Filmmedium überhaupt das Licht der Welt erblickte, prägte der Literaturwissenschaftler Friedrich von Schlegel den Satz „Nichts ist seltener als eine schöne Komödie“, dem man auch heute noch ein hohes Maß an Wahrheit abgewinnen kann. Die jüngst erschienene Rom-Com „Book Club“ bewegt sich zweifelsohne (und glücklicherweise) nicht in derart philosophischen Ebenen und schildert stattdessen, wie ausgerechnet die „Fifty-Shades“-Trilogie dem eingerosteten Liebeslieben von vier lesebegeisterten Freundinnen im Herbst ihres Lebens neue Impulse verleiht. Mit seinem Regiedebüt erfindet Bill Holderman das Rad des humoristischen Genres zwar nicht neu, liefert jedoch einen kurzweiligen, herrlich amüsanten Film, der entscheidend von der unbändigen Spielfreude des namhaften Ensembles lebt und obendrein als Beweis fungiert, dass den obskuren Geschichten rund um Christian Grey zumindest einmal ein halbwegs veritabler Sinn zugutekommt.

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Sicario 2 (OT: Sicario: Day of the Soldado)

© Studiocanal GmbH

Als SICARIO vor 3 Jahren über unsere Kinoleinwände flimmerte waren Cineasten auf der ganzen Welt entzückt. Die knallharte Drogenschmuggelballade an der mexikanisch-amerikanischen Grenze überzeugte durch kompromisslose Actionsequenzen, starken Darstellerleistungen und einen hypnotischen Sog aus herausragenden Bildkompositionen von Kameralegende Roger Deakins (Oscar für Blade Runner 2049) und einem faszinierend-zermürbenden Score vom leider viel zu früh verstorbenen Komponisten Jóhann Jóhannsson. Ob SICARIO 2 den Fluch der Fortsetzungen unterliegt oder ob dieser sowohl als eigenständiger Film funktioniert, als auch als Mittelteil einer geplanten Trilogie von Autor Taylor Sheridan, der mit SICARIO nach HELL OR HIGH WATER und WIND RIVER seine „American-Frontier-Trilogie“ fertig stellte, soll hier erörtert werden… Lesen fortsetzen

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Die ersten Emmy Award-Gewinner sind…

Die erster Emmy Awards des Jahres sind bekannt gegeben worden. Diese umfassen vorwiegend technische Kategorien, aber auch diverse „Gast-Darstellungen“. Zum Allerersten Mal sind hier in allen 4 Kategorien farbige Schauspieler ausgezeichnet worden. Unter den bisherigen Preisträgern sind Serien wie „The Assassination of Gianni Versace“, „The Crown“, „This is Us“, „Game of Thrones“ , „The Handmaids Tale“, „Atlanta“, „The Marvelous Mrs. Maisel“ und „Stranger Things“… Lesen fortsetzen

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Die Festival-Gewinner aus Venedig

Bildergebnis für The Favorite Colman
© Twentieth Century Fox of Germany GmbH

Alfonso Cuaron erhält von Jury-Präsident Guillermo del Toro den „Goldenen Löwen“ überreicht und erhält ebenso wie die britischen Schauspieler Willem Dafoe und Olivia Colman für ihre respektiven Filme „At Eternity´s Gate“ und „The Favourite“ einen Schub für die beginnende Award-Saison. Wer sonst zu den Preisträgern gehört erfahrt ihr hier… Lesen fortsetzen

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Love, Simon

© Twentieth Century Fox of Germany GmbH

Simon (Nick Robinson)  ist 17 Jahre und ungeoutet. Er schämt sich nicht für seine Sexualität, aber er scheut Veränderungen und seine Freunde und Eltern könnten vielleicht doch anders reagieren als erwartet. Allein einem geheimen E-Mail-Freund namens Blue wagt er sein Geheimnis anzuvertrauen und sich zu öffnen. Gegenseitig unterstützen sie sich bei der Selbstfindung und wachsen immer näher zusammen, obwohl sie sich noch nie begegnet sind. Als er vergisst sich in der Bibliothek ordnungsgemäß vom Rechner abzumelden liest der Außenseiter Martin seine letzten Mails und droht damit ihn auffliegen zu lassen, wenn dieser ihm nicht hilft bei seiner Freundin Abby zu landen. Wird Simon sich auf diese Erpressung einlassen, auch um die aufkeimenden Gefühle zwischen ihm und Blue nicht zu gefähren? Lesen fortsetzen

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Meine Golden Globe- und Oscarvergabe 2004/2005

MEINE GOLDEN GLOBE-NOMINIERTEN und PREISTRÄGER

Diese Oscarsaison ist für mich definitiv einer der Stärkeren. Der große Kritikerliebling war „Sideways“, doch spätestens nach den Golden Globes hieß das Rennen „Aviator“ gegen „Million Dollar Baby“ mit bekanntem Ausgang. Ich halte „Million Dollar Baby“ von den Beiden definitiv auch für den besseren Film, auch wenn „Aviator“ produktionstechnisch sehr beeindruckend war. Es gibt aber noch eine Produktion, die sowohl bei Kritikern als auch beim Publikum gleichmaßen stark angekommen ist, aktuell auf Platz 87 bei imdb steht und satte 71 Filmpreise ergattert hat davon die Meisten für Charlie Kaufmans brilliantem Script, Gondry als Regisseur, als „Bester Film“ und Kate Winslet, die mit „Wenn Träume fliegen lernen“ ein weiteres starkes Eisen in Petto hatte.

Zeit Review passieren zu lassen und meine Favoriten des Jahres zusammen zu tragen. Wie immer dürft ihr gerne Eure Meinung kund tun und Eure Favoriten preis geben. Lesen fortsetzen

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Meine erste Golden Globe- und Oscarprognose für die Saison 2018/2019

4 Monate vor Bekanntgabe der Golden Globe Nominierungen am 06.12. möchte ich mit Euch einen ersten Blick auf mögliche Oscarnominierte und Preisträger wagen. Natürlich ist es noch viel zu früh und es wird sicher einiges noch durcheinander gewürfelt, aber 1. macht es Spaß und 2. sind einige Projekte so Oscar Bait pur, dass wir den ein oder anderen Vertreter garantiert wieder auf den Nominierungslisten finden werden.

Dieses Jahr stellt sich wieder mal die Frage, ob Glenn Close endlich ihren längst überfälligen Goldjungen abstauben wird oder nicht und wer ihr in die Quere kommen könnte. Auf diversen Erfahrungen, zuletzt bei Jeff Bridges und Julianne Moore beweisen aber, dass der „Overdue“-Status nie zu unterschätzen ist und wenn dem so ist kann dies auch weitere Nominierungen für die Co.-Stars münden, wie im Falle von Jonathan Pryce – ein Veteran, der noch nie nominiert wurde und der durch den Hype um Glenn Close am Ende profitieren könnte. Aber genug der Worte, hier meine erste Einschätzung, Kommentare, eigene Nominierungen wie immer sehr gerne gesehen! Tobt Euch aus! Lesen fortsetzen

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Hotel Artemis

© Global Road Entertainment

Zum Zenit des diesjährigen, hinsichtlich des Klimas vermutlich in die Geschichtsbücher Einzug findenden Sommers offeriert das Kinoprogramm erwartungsgemäß noch immer keine Fülle an nachwirkenden Meisterwerken, aber zumindest darf man sich derzeit über das unerwartete Leinwand-Comeback einer der vielleicht beliebtesten Darstellerinnen unserer Zeit freuen. Vor fünf Jahren erhielt Jodie Foster den Golden Globe für ihr Lebenswerk und kündigte nach dem Dreh zu „Elysium“ an, sich fortan ausschließlich auf ihre Karriere als Regisseurin konzentrieren zu wollen. Dass sie dieses Versprechen nun brach, erweist sich als segensreich, wenngleich man vermutlich nicht erwartet hätte, die zweifache Oscar-Preisträgerin in einem dermaßen speziellen Action-Thriller in Neo-Noir-Manier wiederzusehen. In seinem Regiedebüt begibt sich Drew Pearce auf einen düsteren Pfad mit Endzeit-Atmosphäre und skizziert ein dystopisches, nischenhaftes Gesellschaftsmodell, von dem man nur hoffen kann, dass es sich niemals bewahrheiten wird. Zwar wird das inhaltliche Potential, vor allem die ungeahnte Gegenwartsrelevanz, nicht in Gänze ausgeschöpft, dennoch bietet „Hotel Artemis“ dank starker Einzelsequenzen, sogar (oder insbesondere) für erklärte Asympathisanten des Genres, kurzweilige Unterhaltung.

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