Die Ehren-Oscars und der deutsche Beitrag für den “Besten fremdsprachigen Film” 2016 stehen fest

Ehren-Oscars 2016


Am Abend wurden die Preisträger der diesjährigen Honorary Awards der Academy of Motion Picture Arts and Sciences bekannt gegeben.
Es sind dies GENA ROWLANDS, SPIKE LEE und DEBBIE REYNOLDS.

Rowlands und Lee erhalten die sogenannten GOVERNORS AWARDS, während Reynolds den JEAN HERSHOLT HUMANITARIAN AWARD für ihr soziales Engagement in Empfang nehmen darf.

Gena Rowlands darf bereits auf zwei Oscar-Nominierungen als Beste Hauptdarstellerin für “Eine Frau unter Einfluss” (1975) und “Gloria, die Gangsterbraut” (1981) zurückblicken.
Desweiteren erhielt sie zwei Golden Globes, ebenfalls 1975 für “Eine Frau unter Einfluss”, sowie 1988 für den TV-Film “The Betty Ford Story” und eine weitere Nominierung 1978 für “Opening Night”. Zudem befinden sich zwei Emmys (1988 für “The Betty Ford Story” und 1992 für “Face of a Stranger”) und der Silberne Bär der Berlinale 1978 für “Opening Night” in ihrem Besitz.

Spike Lee, der als Regisseur, Drehbuchautor und Schauspieler tätig ist, hat ebenfalls bereits zwei Oscar-Nominierungen in der Tasche. 1990 für das Beste Original-Drehbuch zu “Do the Right Thing”, sowie 1998 mit “4 Little Girls” für den besten Dokumentarfilm.
Zudem erhielt der 1983 den Studenten-Oscar im Bereich Drama für “Joe’s Bed-Stuy Barbershop: We Cut Heads” und 2002 einen Special Award bei den BAFTAs.

Debbie Reynolds wurde von der Academy bisher noch nicht berücksichtigt, darf dafür aber bereits sage und schreibe 5 Golden Globe-Nominierungen ihr eigen nennen: 1951 als beste Nachwuchsdarstellerin für “Der letzte Musketier”, 1957, 1965 und 1997 jeweils als Beste Hauptdarstellerin Komödie/Musical für “Na, na, Fräulein Mutti!”, “Goldgräber-Molly” und “Mother”, sowie 1970 als Beste Seriendarstellerin Komödie für “The Debbie Reynolds Show”.
Desweiteren erhielt sie 1973 Nominierungen für den Tony Award als Beste Hauptdarstellerin in einem Musical für “Irene” und im Jahre 2000 für den Primetime Emmy Award als Gastdarstellerin in einer Comedy-Serie für “Will & Grace”.

Die feierliche Preisverleihung findet erneut ausgekoppelt aus der Hauptshow am Samstag, den 14. November 2015 beim “Governors Ball” in Los Angeles statt.


Im Labyrinth des Schweigens


Bereits gestern wurde der Kandidat gekürt, der für Deutschland in der Kategorie “Bester fremdsprachiger Film” ins Rennen geht.
Es ist das Drama IM LABYRINTH DES SCHWEIGENS, in dem es um die Vorgeschichte der Frankfurter Auschwitzprozesse geht.

Dieser Eintrag wurde veröffentlicht in Artikel, Awards, News, Oscar. Fügen Sie den permalink zu Ihren Favoriten hinzu.
  • Patrick

    Mein Jahrelanges BETEN wurde erhört: GENA ROWLANDS!!! Endlich!!! Sowas von hochverdient, immerhin hätte sie den Oscar für EINE FRAU UNTER EINFLUSS gewinnen MÜSSEN, trotz enormer Konkurrenz in dem Jahr. Damals bei uns ZURECHT als beste weibliche Darstellung der 70er-Jahre gewählt und für viele unter den besten Leistungen aller Zeiten. Für Opening Night hätte es m.E. auch MINDESTENS eine Nominierung geben müssen, sowie für GLORIA gerne auch Trophäe Nr. 2, daher folgerichtig der längst überfällige Ehrenoscar! Ach, wie ist das schön!!! Das lässt die Schmach um VICTORIA fast vergessen! Die Deutschen haben einfach keine Eier in der Hose und hätten es einfach darauf ankommen lassen sollen, ob die Academy ihn disualifiziert, wegen zu großem englischen Anteil oder auch nicht! Auf jeden Fall wäre es mal eine gänzlich andere Seite gewesen, die der Deutsche Film von sihch im Ausland hätte präsentieren können, so ist es wie immer ein "NS-Drama" – brech!!!
    so gut wie der Film auch sein mag, es ist gefühlt immer derselbe Kandidat, den wir hinschicken und nur noch kalkül – traurig! Mit Filmkunst hat das nichts mehr zu tun!

    Für Debbie Reynolds freut es mich auch sehr und ich liebe sie seit WILL & GRACE!

    Einen kleinen Wehrmutstropfen haben die Preisträger aber leider wieder einmal, denn auch wenn ENDLICH mal mehr Frauen zu solchen Ehren kommen, fehlt immer noch eine Frau ganz besonders un dich frage mich wie alt sie noch werden soll, damit sie vielleicht auch mal zu solchen Ehren kommen möge – die Rede ist von Doris Day. Bitte habt sie auf dem schirm liebe Academy, denn sie dürfte jetzt 87 oder 88 sein und auch wenn ihre Filme unsterblich sein werden, dürfte sie es leider nicht sein! DANKE

    • Heiko

      Doris Day ist bereits 91 oder gar 93! Je nach dem welcher Angabe man trauen darf. 😉

      Und ja, das predige ich auch schon seit Jahren gebetsmühlenartig.
      Warum dafür in diesem Jahr z.B. Spike Lee genommen wurde, verstehe wer will. Zum einen ist er noch nicht mal 60 und hätte damit noch rund 20 Jahre Zeit gehabt, zum anderen halte ich ihn auch nicht zwangsläufig für auszeichnungswürdig.

      Das wäre ein geeigneter Spot für Doris Day gewesen! Und wenn man schon nicht nur drei Damen auszeichnen möchte, hätten es bspw. ältere männliche Ikonen wie Max von Sydow, Harvey Keitel oder auch Donald Sutherland mind. genauso verdient. Bzw. bei Regisseuren auch z.B. Peter Bogdanovich.

      Ach und bzgl. der "immer nur Nazifilme"-These solltest Du mal unseren Statistikgott Stephan fragen. 😉

      • Patrick

        *Frag* ;-PPP

        Und Deine männlichen Preisträgern stimme ich definitiv überein! Hoffe das wird alles bald nachgeholt, denn zuviel Zeit hat man leider bei vielen leider wohl nicht mehr! Doris day, Doris Day, Doris Day!!

        Danach Von Sydow und Donald Sutherland, gefolgt von Peter Bogdanovich, der von mir für sein herausragenden "The Last Picture Show" den Regieoscar erhalten hätte. Keitel hat m.E. noch Zeit und kriegt ja vielleicht auch noch einen regulären für ne nette Nebenrolle mal. Die Hoffnung stirbt zuletzt!