Sisters

Amy Poehler und Tina Fey feiern in ihrem alten Elternhaus eine Party um dessen Verkauf zu verhindern. Ob der Film so viel Spaß macht wie man bei den beiden Hauptdarstellerinnen annehmen könnte, erfahrt ihr in meiner Review.

Im neuen Film von Pitch Perfect-Regisseur Jason Moore spielen Tina Fey und Amy Poehler Schwestern und wenn man sich den bisherigen Weg der beiden anschaut ist das eine sogar eine mehr als schlüssige Casting-Entscheidung: Beide verdienten sich ihre ersten Sporen bei Saturday Night Live (Fey von 1998 bis 2006 und Poehler von 2001–08) und wechselten dann zu ihren eigenen Serien: Tina Fey spielte in 7 Staffeln und 138 Episoden Liz Lemon in 30 Rock; Amy Poehler war 7 Staffeln und 125 Episoden Leslie Knope in Parks and Recreation. Daneben waren sie außerdem von 2013 bis 2015 Gastgeber der Golden Globe Awards. Man könnte also schon sagen dass die beide zu den lustigsten Damen in diesem Geschäft zählen.

In Sisters von Saturday Night Live-Autorin Paula Pell spielen die beiden nun zum zweiten Mal nach dem 2008 erschienenen Baby Mama gemeinsam die Hauptrollen und leider entpuppt sich der Film als solide aber auch arg durchschnittliche Comedy in der Fey und Poehler zwar fast wie mit einem Maschinengewehr ihre Gags abfeuern, aber zum großen Teil verpuffen diese zahn- und kraftlos. Dass die eigentliche Hausparty mit fast einer Stunde im Anbetracht der mauen Dichte von richtig guten Gags viel zu lang geraten ist und man den kompletten Film locker um eine halbe Stunde hätte kürzen können, ist da der nächste große Stolperstein den Fey, Poheler, Pell und Moore nicht aus dem Weg bekommen.

Das ist im Grunde sehr bedauerlich, hat der Film doch in seinen besten Momenten einen ganz guten Humor was vor allem an dem restlichen Cast liegt der bei der Hausparty zum Tragen kommt: Maya Rudolph und John Leguizamo machen ihre Sache ebenso gut wie Greta Lee als Nagelstylistin. Die Krönung des ganzen sind aber wohl Bobby Moynihan als menschlicher Fozzy Bear der dank einer ordentlichen Dröhnung immer mehr durchdreht und mit einer großartigen Scarface-Homage einer der besten Szenen abliefert und John Cena der sich nach Dating Queen und einem kleinen Cameo in Daddy’s Home mal wieder als Szenen-Dieb herausstellt: Seine Darstellung des Drogen-Dealers Pazuzu ist einer der Gründe warum man sich den Film dann doch ganz gut anschauen kann.

Fazit: Sisters krank an einer zu langen Laufzeit und dass er zu wenig wirklich gute Gags hat, punktet aber mit einem gut aufgelegten Cast und dann doch der einen oder anderen lustigen Szene. Außerdem ist er um Längen besser als die ähnliche Party-Verwüstungs-Orgie Project X, was aber auch nicht so schwer war.

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  • kaik

    Ja, leider. Das ist dieses Konzept "Wir nehmen zwei gute Komiker und schneidern irgendeinen Film drumrum." Das ging schon bei Fathers' Day mit Williams und Crystal schief.