Meine „Ein-Absatz-Kritiken“ (Mai & Juni 2016)

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Cinema Paradiso (OT: Nuovo Cinema Paradiso)

1

Witziger Weise wurde ich auf diese nostalgische Perle mit nicht negierbarem Klassikerstatus erst aufmerksam, als er vor Jahren in der deutschen TV-Serie “Hinter Gittern” beiläufige Erwähnung fand. Wenngleich die Grundkonstellation rund um das Leben eines als Filmvorführers arbeitenden Sizilianers, der sein Leben nach der Rückkehr in sein Heimatdorf Revue passieren lässt, innerhalb weniger Atemzüge resümiert ist, haben die Beteiligten ein hohes Maß an Komplexität und versteckter Sozialkritik generiert, die im Einklang mit den kraftvollen Bildern großen Eindruck zu hinterlassen vermag. Retrospektiv und mit der unschätzbaren Gabe des Innehaltens erzählt sowie direkt auf die Herzen von Liebhabern des filmischen Mediums ausgerichtet, überzeugt “Cinema Paradiso” in nahezu allen Belangen und forciert weit mehr als den Fakt, wie trist ein Leben ohne den Austausch von Küssen wohl wäre. Nicht nur das landsmännische Ensemble oder aber die Kameraperspektive mit eindrucksvoller Schlüssellochperspektive setzen dabei nachwirkende Akzente, sondern speziell die grandiose und betörende Musik Ennio Morricones, die für mich zu den besten der gesamten 1980er zählt und um Klassen innovativer einzuschätzen ist als seine diesjährig oscarprämierte Arbeit in „The Hateful Eight“. Darüber hinaus rundet eine nahezu perfekte Visualisierung der bebilderten Zeitspanne diesen magischen, bezaubernden Meilenstein des südeuropäischen Kinos ab, das ehrfürchtig und nostalgisch die Energie und Faszination der Filmkunst zelebriert. “Cinema Paradiso” stellt trotz oder gerade wegen seiner schlichten Bescheidenheit vielleicht sogar DEN besten Film made in Italia dar und rangiert daher keinesfalls grundlos unter der IMDB-Top-50. Fantastico!

IT / F 1988 – 118 Minuten Regie: Giuseppe Tornatore Genre: Drama Darsteller: Philippe Noiret, Salvatore Cascio, Marco Leonardi, Jacques Perrin, Antonella Attili, Enzo Cannavale, Isa Danieli, Pupella Maggio, Agnese Nano, Leopoldo Trieste, Nino Terzo
IT / F 1988 – 118 Minuten
Regie: Giuseppe Tornatore
Genre: Drama
Darsteller: Philippe Noiret, Salvatore Cascio, Marco Leonardi, Jacques Perrin, Antonella Attili, Enzo Cannavale, Isa Danieli, Pupella Maggio, Agnese Nano, Leopoldo Trieste, Nino Terzo

Das Große Krabbeln (OT: A Bug’s Life)

2

Vermehrt konstatierte ich bereits, dass es bis dato nur einer Handvoll Animationsfilme gelungen ist, mein Herz im Sturm und gleichermaßen langfristig zu erobern. Neben “Findet Nemo” ist dies auch in Gestalt des nach “Toy Story” erst zweiten, vollständig computergenerierten Animationsfilms der Fall, den ich seit meiner Grundschulzeit wegen seines Übermaßes an Charme schätze. “Das Große Krabbeln” stellt nicht nur einen technischen Triumphzug und ein tempogeladenes Spektakel für die ganze Familie dar, sondern in erster Instanz eine greifbare, zu keinem Zeitpunkt aufdringliche Parabel für Selbstbewusstsein und Zusammenhalt vermeintlich Schwächerer. Der hohe Spaßfaktor aus originellen, mehrschichtigen Bonmots bildet daher wie in vielen anderen Animationsfilmen nicht den alleinstehenden Vorzug, denn insbesondere das Drehbuch forciert anhand eines Mikrokosmos aus liebevoll gezeichneten und in Szene gesetzten, sympathischen Insekten aller Art eine lehrreiche, zeitlose Botschaft für die gesamte Filme, zudem hat Randy Newman mit der heiteren, gleichwohl heroischen Filmmusik etwas Herausragendes geschaffen, das seinesgleichen nahezu vergeblich suchen muss. Aus all diesen Gründen mutet es beinahe bedauerlich an, dass mit “Antz” im selben Filmjahr eine ähnlich geartete Produktion erschien und zu Unrecht vieles an Aufmerksamkeit seitens der Zuschauer stahl, denn “Das Große Krabbeln” stellt auch nach fast 20 Jahren einen dieser herzerwärmenden Filme dar, die man sich immer wieder mit Genuss zu Gemüte führt und von dessen Qualität sich andere Genrevertreter eine Scheibe abschneiden könnten.

USA 1998 – 96 Minuten Regie: John Lasseter & Andrew Stanton Genre: Animationsfilm / Komödie Deutsche Synchronsprecher: Kai Wiesinger, Madeleine Stolze, Caroline Schwarzmaier, Elisabeth Volkmann, Rufus Beck, Ottfried Fischer, Susanne Medvey, Horst Raspe, Katharina Lopinski
USA 1998 – 96 Minuten
Regie: John Lasseter & Andrew Stanton
Genre: Animationsfilm / Komödie
Deutsche Synchronsprecher: Kai Wiesinger, Madeleine Stolze, Caroline Schwarzmaier, Elisabeth Volkmann, Rufus Beck, Ottfried Fischer, Susanne Medvey, Horst Raspe, Katharina Lopinski

Das Tagebuch Der Anne Frank (2016)

3

Die viel zu kurze Vita der vielleicht berühmtesten Tagebuchautorin der Weltgeschichte, die zur Symbolgestalt des Holocaust mit Vorbildfunktion avancierte, wurde international inzwischen bereits rund ein Dutzend Mal für TV und Kino adaptiert. Im Zuge der neusten Adaption übernahm erfreulicherweise zum ersten Mal überhaupt ein deutschsprachiges Team die Produktion und schuf eine solide Biographie, die sich in vielerlei Belangen direkt auf die juvenile Ebene der jungen, in Amsterdam untertauchenden Jüdin begibt statt sie ausschließlich als Opfer zu zeichnen. Im Drehbuch finden sich einige Reminiszenzen, jedoch auch neue Lesarten bezüglich des Tagebuchs – Originalauszüge dürfen aufgrund der Stellung als materielles Welterbe generell nicht für Spielfilme zitiert werden, die jedoch nicht aus Innovationsgründen gewählt worden sind, sondern nur beweisen, dass die Sorgen und Bedürfnisse von Jugendlichen sich kaum gewandelt haben. Des Weiteren sind auch nahezu alle Darsteller, allen voran wieder einmal Martina Gedeck, Ulrich Noethen sowie die blutjunge Hauptdarstellerin für ihre feinfühligen Performances zu loben und auch das realitätsnahe Szenenbild, Schnitt und die bedächtige Kameraarbeit wurden bewusst als Stilmittel eingesetzt. Trotz aller Vorzüge liegt das Manko der Version des Schweizers Steinbichler jedoch in der evozierten Zuschauerwirkung, denn es fehlte in letzter Instanz an emotionaler Involvierung und an konsequent zu Ende gedachten Interpretationen, was in sporadischer Oberflächlichkeit resultiert. Deshalb ist der Zweistünder meines Erachtens auch meilenweit von der nachwirkenden Durchschlagskraft des Fernsehzweiteilers von 2001 entfernt, allerdings hat er zweifelsohne seine Daseinsberechtigung als historisch-psychologische Chronik, deren Quintessenz heutigen Zeiten nicht in Vergessenheit geraten sollte. Im direkten Vergleich erscheint das Werk allerdings deutlich gelungener als George Stevens immerhin dreifach oscarprämierte Verfilmung von 1959, die insbesondere Annes Persönlichkeit und stillen Widerstand nur in äußersten Ansätzen gerecht wird.

D 2016 – 128 Minuten Regie: Hans Steinbichler Genre: Historiendrama / Literaturverfilmung Darsteller: Lea van Acken, Martina Gedeck, Ulrich Noethen, Stella Kunkat, Ella Frey, Margarita Broich, André Jung, Leonard Carow, Arthur Klemt, Gerti Drassl, Stefan Merki, Marcus Widmann
D 2016 – 128 Minuten
Regie: Hans Steinbichler
Genre: Historiendrama / Literaturverfilmung
Darsteller: Lea van Acken, Martina Gedeck, Ulrich Noethen, Stella Kunkat, Ella Frey, Margarita Broich, André Jung, Leonard Carow, Arthur Klemt, Gerti Drassl, Stefan Merki, Marcus Widmann

Die Fremde In Dir (OT: The Brave One)

4

Annähernd zehn Jahre ist es bereits wieder her, dass dieser Thriller in den internationalen Lichtspielhäusern urveröffentlicht worden ist, der sich um eine New Yorkerin dreht, die nach der brutalen, willkürlichen Ermordung ihres Lebensgefährten das allzu dispositive Gesetz in die eigenen Hände zu nehmen beginnt. In Folge einer selbst für Genremaßstäbe gigantisch inszenierten Eröffnungssequenz folgt Regisseur Jordan der Protagonistin auf dunklen, schonungslosen Pfaden der menschlichen Psyche zwischen Depression und Rachegelüsten und sorgt für ein stetes Schwanken zwischen hochspannenden, pulsierend fotografierten sowie effektvoll geschnittenen und vertonten Szenen und gut platzierten Regenerationspausen. Zusätzlich überzeugt auch der düstere Song-Score vollends und sorgt für die perfekte Thriller-Atmosphäre. Wie so häufig in Filmen des Subgenres ist das Gebotene, speziell die Schlussphase, nicht völlig frei von Klischees und in moralischer Hinsicht analog zum Originaltitel leicht grenzwertig, dennoch obliegt es letzten Endes einzig und allein dem jeweiligen Zuschauer die Entwicklung der Hauptfigur zu beurteilen. Jodie Foster nämlich agiert inmitten eines sehenswerten Ensembles als Identifikationsträgerin und (Anti-)Heldin in Hochform und strich für die Rolle der Erica verdientermaßen die sechste von insgesamt siebe Golden-Globe-Nennungen ein. Summa summarum sorgt “Die Fremde In Dir” daher nicht nur für Nervenkitzel, sondern liefert überdies sozialkritische Denkanstöße zur oftmals pauschalisierten Thematik der Selbstjustiz.

USA 2007 – 122 Minuten Regie: Neil Jordan Genre: Thriller / Drama Darsteller: Jodie Foster, Terrence Howard, Naveen Andrews, Nicky Katt, Zoë Kravitz, Mary Steenburgen, Luis Da Silva, Jane Adams, John Magaro
USA 2007 – 122 Minuten
Regie: Neil Jordan
Genre: Thriller / Drama
Darsteller: Jodie Foster, Terrence Howard, Naveen Andrews, Nicky Katt, Zoë Kravitz, Mary Steenburgen, Luis Da Silva, Jane Adams, John Magaro

Ein Hologramm Für Den König (OT: A Hologram For The King)

5

Während Tom Tykwer, einer der wenigen in Hollywood tätigen Filmregisseure aus Deutschland, in Gestalt von “Lola Rennt” und “Das Parfum” bereits zwei durch und durch gelungene, populäre Werke schuf, war ich von “Cloud Atlas” bekanntermaßen überhaupt nicht begeistert. Schlussendlich reihte sich seine neueste, romanbasierte Produktion, in der ein im Auftrag nach Saudi-Arabien reisender Manager zu neuen Erkenntnissen gelangt, qualitativ betrachtet lediglich mittig zwischen den Extremen ein. Gedreht in Marokko, da das saudische Königreich einmal mehr keine Drehgenehmigung erteilte, überzeugt vor allem die Inszenierung inmitten von unberührten Wüstenlandschaften als solche und liefert zudem in kontrastreicher, humorvoller und sehr geduldiger Weise mehrere Bonmots über die Verschiedenartigkeit zwischen Angloamerika und dem Orient, indem ein ironischer Blick auf die allseits angestrebte Globalisierung ermöglicht wird, ohne dem tiefreligiösen Land klischeehaft oder aber vorwurfsvoll zu begegnen. Unglücklicherweise leidet der Erzählfluss jedoch an wiederkehrender Trägheit und fehlender Konsequenz, was die Figuren und die Ausformung der ambitionierten Botschaft anbelangt, obschon Tom Hanks, Ben Wishaw und ganz besonders “Homeland”-Darstellerin Sarita Choudhury sehenswerte Akzente aus ihren Rollen kitzeln konnten. Letzten Endes verließ ich den Kinosaal allerdings mit einem halbgaren Gefühl, da trotz des Unterhaltungswertes wiederum Potential links liegen gelassen worden ist. “Ein Hologramm Für Den König” kann daher vielleicht am treffendsten als solider Beitrag des amerikanisch-deutschen Kinos für zwischendurch charakterisiert werden, der trotz seiner Pluspunkte jedoch zu behäbig und folgenlos anmutet, um längerfristig im Gedächtnis zu verweilen.

USA / D 2016 – 98 Minuten Regie: Tom Tykwer Genre: Tragikomödie / Romanze Darsteller: Tom Hanks, Tom Skerritt, Ben Whishaw, Alexander Black, Sarita Choudhury, Megan Maczko, Khalid Laith, Sidse Babett Knudsen, David Menkin, Tracey Fairaway
USA / D 2016 – 98 Minuten
Regie: Tom Tykwer
Genre: Tragikomödie / Romanze
Darsteller: Tom Hanks, Tom Skerritt, Ben Whishaw, Alexander Black, Sarita Choudhury, Megan Maczko, Khalid Laith, Sidse Babett Knudsen, David Menkin, Tracey Fairaway

Freaky Friday – Ein Voll Verrückter Freitag (OT: Freaky Friday)

6

Bereits vor exakt vier Dekaden mit Jodie Foster und Barbara Harris mit Erfolg verfilmt und auf demselben Romanmaterial basierend, mögen die inhaltlichen Grundfesten von “Freaky Friday” zweifellos alles andere als ein erzählerisches Novum darstellen. Dennoch gelang der Versuch, die Geschichte rund um einen sich erst in Folge eines Körpertauschs relativierenden Mutter-Tochter-Konflikts in das 21. Jahrhundert zu verlegen und sie mit einer gehörigen Portion (Selbst-)Ironie zu spicken, auf nahezu ganzer Linie. So gut unterhalten fühlte ich mich im Falle der allerwenigsten Genrevertreter am Beginn des dritten Jahrtausends und angesichts vieler Warmherzigkeiten sowie einer allgemeinen Familienkompatibilität merkte man dem Resultat die Involvierung von Disney erfreulicherweise in moderatem Maße an. Neben viel Situationskomik, High-School-Bonmots, bestens unterhaltenden, trotz einiger Überspitzungen realitätsnahen Dialogen im Schlagabtausch-Stil und einer überaus hörenswerten Musikzusammenstellung überzeugt vor allem das harmonische Darstellerensemble in den jeweiligen Interaktionen. Unbestrittenes Highlight des Anderthalbstünders stellt die für den Golden-Globe nominierte Jamie Lee Curtis dar, die so enthusiastisch und spielfreudig auftritt wie nie zuvor und ihre facettenreiche “Doppelrolle” perfekt ausfüllt. Auch Lindsay Lohan, die bei mir für gewöhnlich eine gewisse ernüchternde Beklemmung auslöst, agierte in blutjungen Jahren noch überaus authentisch und präsent, während der Film sich weiterhin durch seine spielfreudigen Nebendarstellungen auszeichnet. Auch nach 13 Jahren greife ich daher immer wieder gern zu ebenjener DVD, die eine der ersten gewesen ist, die ich mir jemals gekauft habe.

USA 2003 – 97 Minuten Regie: Mark Waters Genre: Komödie Darsteller: Jamie Lee Curtis, Lindsay Lohan, Mark Harmon, Harold Gould, Chad Murray, Stephen Tobolowsky, Christina Vidal, Ryan Malgarini, Haley Hudson, Rosalind Chao, Willie Garson
USA 2003 – 97 Minuten
Regie: Mark Waters
Genre: Komödie
Darsteller: Jamie Lee Curtis, Lindsay Lohan, Mark Harmon, Harold Gould, Chad Murray, Stephen Tobolowsky, Christina Vidal, Ryan Malgarini, Haley Hudson, Rosalind Chao, Willie Garson

Geschichte Einer Nonne (OT: The Nun’s Story)

7

Im selben Jahr wie zwei der populärsten Hollywood-Klassiker “Ben Hur” und “Manche Mögen’s Heiß” in den internationalen Kinos veröffentlicht, ging “Geschichte Einer Nonne” trotz achtfacher Nominierung bei der Oscarverleihung von 1960 gänzlich leer aus – zu Unrecht, wie ich bis heute finde. Denn die vierzehnte von insgesamt zwanzig Regieführungen des gebürtigen Österreich-Ungarn Fred Zinnemann stellt nicht etwa eine austauschbare, nüchterne Illustration des Lebens hinter klösterlichen Mauern dar, sondern eine trotz immenser Lauflänge psychologisch ungewöhnlich dichte, gedankenanstoßende Charakterstudie unter dem interessanten Blickwinkel kirchlicher Missionierungsarbeit. Im klassisch geschnittenen und subtil fotografierten Stil in Brügge, einer der meiner Meinung nach bezauberndsten Städte Europas, und – kontrastreich ausgewählt – auch im Herzen des afrikanischen Kontinents gedreht, entfaltet das Drama einen substantiellen, bravourös dialogisierten Diskurs über die unvermeidbaren Antinomien zwischen klerikalem Gehorsam, Nächstenliebe sowie inneren Konflikten und Selbstentfremdung, in die sich demütige Inszenierungselemente und sanfte, Orchesterstücke genauso überzeugend einfügen wie die Riege der Schauspieler/innen. Im Gegensatz zur Majorität bildet in meinen Augen nämlich nicht Audrey Hepburns oscarprämierte Darstellung in “Ein Herz Und Eine Krone” oder aber die ikonisierte Performance in “Frühstück Bei Tiffany” den Höhepunkt der Karriere der gebürtigen Belgierin, sondern ebendiese, vielfach unter die Haut gehende Rolle als aufopferungsvolle Ordensangehörige. Auch abseits ihrer atemberaubenden, unvergleichlich echten Performance ist das Star-Ensemble, aus dem weiterhin die späteren “Network”-Akteure Peter Finch und Beatrice Straight emporragen, bis in die kleinsten Nebenrollen vortrefflich besetzt worden. Was unter dem Strich bleibt, ist ein fesselndes Filmerlebnis, das ich in seiner Gesamtheit für deutlich unterschätzt halte.

USA 1959 – 149 Minuten Regie: Fred Zinnemann Genre: Drama Darsteller: Audrey Hepburn, Peter Finch, Edith Evans, Peggy Ashcroft, Dean Jagger, Mildred Dunnock, Ruth White, Beatrice Straight, Patricia Bosworth, Patricia Collinge, Barbara O’Neil
USA 1959 – 149 Minuten
Regie: Fred Zinnemann
Genre: Drama
Darsteller: Audrey Hepburn, Peter Finch, Edith Evans, Peggy Ashcroft, Dean Jagger, Mildred Dunnock, Ruth White, Beatrice Straight, Patricia Bosworth, Patricia Collinge, Barbara O’Neil

Jane Got A Gun

8

Dieses Werk geriet unfreiwillig in die Schlagzeilen, indem es global gerechnet den mit Abstand schlechtesten Umsatz eines Vertriebs des Weinstein-Imperiums aller Zeiten darstellte und nur von wenigen Kinos überhaupt ins Programm genommen wurde. Resümierend könnte man vermuten, dass der holprige Produktionsverlauf, insgesamt ein halbes Dutzend personeller Ausstiege und der maue Kritikertenor dazu beitrugen, dass sich das Publikumsinteresse trotz einiger Zugpferde dermaßen in Grenzen hielt. In seiner sechsten Leinwandproduktion “Jane Got A Gun” rund um eine nach Satisfaktion strebende und sich im Kampf gegen einen Gangsterboss mit ihrem Ex-Liebhaber verbündende Jane liefert Regisseur O’Connor sicherlich durchaus gewinnbringende Ansätze, doch verfehlte es weitestgehend, ein substantielles, schlüssiges Werk mit Daseinsberechtigung innerhalb des Westernmillieus zu kreieren. Wenngleich Ausstattung, Kameraeinsatz und Musik ihr Möglichstes tun, um das unausgegorene Drehbuch zu kompensieren, konnte ich mich nicht des Eindruckes erwehren, dass Halbherzigkeit zur Verschenkung des vorhandenen Potentials geführt hat und speziell die schlingernde Personenentwicklung der Protagonistin beinahe so abrupt anmutet, dass man meinen könnte, zwei Personen hätten ohne Kenntnis voneinander am Skript gebastelt. Zudem wurde dem doch recht gut besetzten, überaus bemüht agierenden Ensemble angesichts der überwiegend schwach gezeichneten Charaktere in Summe einfach zu wenig zugetraut, zu denen etwaige Identifikationsflächen vermehrt fehlen. Es bleibt daher zu hoffen, dass insbesondere die Hauptdarstellerin in der Rolle der Jacqueline Kennedy endlich einmal wieder stärker im Gedächtnis von Filmfans einnistet. Fans des Westerngenres sind letzten Endes bei Quentin Tarantino oder aber dem letztjährig erschienenen “The Homesman” jedenfalls deutlich besser aufgehoben.

USA 2016 – 98 Minuten Regie: Gavin O’Connor Genre: Western / Action Darsteller: Natalie Portman, Joel Edgerton, Noah Emmerich, Ewan McGregor, Rodrigo Santoro, Boyd Holbrook, Alex Manette, James Burnett, Sam Quinn, Jacob Browne, Sachie Capitani
USA 2016 – 98 Minuten
Regie: Gavin O’Connor
Genre: Western / Action
Darsteller: Natalie Portman, Joel Edgerton, Noah Emmerich, Ewan McGregor, Rodrigo Santoro, Boyd Holbrook, Alex Manette, James Burnett, Sam Quinn, Jacob Browne, Sachie Capitani

Kleines Arschloch

9

Mit Beharrlichkeit haben meine Erziehungsberechtigten damals versucht, mich als junger Teenager von der wiederholten Sichtung einer der kommerziell erfolgreichsten Zeichentrickfilme hierzulande fernzuhalten – mit recht bescheidenem Erfolg, wie ich gestehen muss. Die auf den Comics von Walter Moers basierende Verfilmung “Kleines Arschloch” mag mit zeitlichem Abstand betrachtet sicherlich alles andere als ein Film zu sein, der für die kleinsten Zuschauer geeignet ist, dennoch genießt er inzwischen nicht grundlos Kultstatus. Die Beleuchtung eines frühreifen, anarchistische Texte verfassenden Dreikäsehochs, der seine Eltern im ehelichen Bett beobachtet, nach seiner hochbetagten Nachbarin giert, einen Hund unter Drogen setzt, den Lehrkörper aufmischt und seinen frivolen Großvater als Vorbild erachtet, stellt eine bitterböse und vor allem konsequent zu Ende gedachte Satire auf die allzu sexualisierte Gesellschaft der Gegenwart dar und lässt vermutlich sogar distinguierteste Menschen in tränenförderndes Gelächter ausbrechen. Trotz unzähliger Überspitzungen am äußersten Rande der Geschmacklosigkeit wird man mithilfe des messerscharfen, eigenironischen Drehbuchs mehr als nur realistischen Bruchstücken gewahr und fühlt sich dennoch fortwährend aufgrund eines regelrechten Feuerwerks an Gags bestens unterhalten. Ein besonderes Lob ist dabei explizit dem Team aus Synchronsprechern zu machen und auch die musikalischen Momente tragen dazu bei, dass “Kleines Arschloch” auch nach fast zwanzig Jahren nur wenig von seiner Bissigkeit und Aktualität verloren hat. Mahlzeit! 🙂

D 1997 – 82 Minuten Regie: Michael Schaack Genre: Zeichentrick / Komödie / Satire Synchronsprecher: Ilona Schulz, Helge Schneider, Arne Elsholtz, Kathrin Ackermann, Claudia Lössl, Erik Schäffler, Monty Arnold, Reinhard Krökel, Karl-Heinz Grewe, Ursula Vogel
D 1997 – 82 Minuten
Regie: Michael Schaack
Genre: Zeichentrick / Komödie / Satire
Synchronsprecher: Ilona Schulz, Helge Schneider, Arne Elsholtz, Kathrin Ackermann, Claudia Lössl, Erik Schäffler, Monty Arnold, Reinhard Krökel, Karl-Heinz Grewe, Ursula Vogel

Das Kleine Arschloch Und Der Alte Sack – Sterben Ist Scheiße

10

An die Qualität, Durchdachtheit und formvollende Schärfe des ersten Teils konnte der neun Jahre später veröffentlichte Nachfolger – das war mir im Grunde genommen schon vorab völlig klar – schlicht und ergreifend nicht anknüpfen, doch zumindest hätte man mehr erwartet, als ein derart luftleeres, in vielen Belangen schauderhaft dilettantisches und unverschämtes Abziehbild ohne jede Art von Erzählabsicht vor die Füße geworfen zu bekommen. Anstelle einer intelligenten, sozialen Persiflage wird selbst dem hartgesottenen Spartenfan im Zuge der Fortsetzung eine spielfilmlange Aneinanderreihung von ausgelutschten, unnötigen und ausschließlich auf bloße Provokation ausgelegte Schoten präsentiert, die die sich in unsäglich primitiven Feldzügen gegenüber etwaigen Randgruppen vollends verliert und alles ist, aber ganz sicher nicht witzig. Während im Verhältnis auf einen guten Gag etwa siebzehn schlechte folgen, ist die Handlung ansonsten geprägt von Phasen immenser Langeweile, gegen die nicht einmal Allroundtalent Helge Schneider anzukämpfen vermag, sodass nicht einmal die hartgesottensten Spartenfans auf ihre Kosten kommen dürften. Was bleibt ist daher ein armseliger Versuch, derb konzipierte Sprüche als satirische Filmkunst zu verkaufen, der in Anlehnung an den Filmuntertitel als Beweis fungiert, dass nicht nur Sterben sch**** ist…

D 2006 – 79 Minuten Regie: Michael Schaack Genre: Zeichentrick / Komödie / Satire Darsteller: Ilona Schulz, Helge Schneider, Arne Elsholtz, Kathrin Ackermann, Dirk Bach, Ralph Morgenstern, Gerd Knebel, Henni Nachtsheim
D 2006 – 79 Minuten
Regie: Michael Schaack
Genre: Zeichentrick / Komödie / Satire
Darsteller: Ilona Schulz, Helge Schneider, Arne Elsholtz, Kathrin Ackermann, Dirk Bach, Ralph Morgenstern, Gerd Knebel, Henni Nachtsheim

Rat Mal, Wer Zum Essen Kommt (OT: Guess Who’s Coming To Dinner)

11

Stanley Kramers neunter Spielfilm lässt sich schwerlich einer einzelnen Sparte zuordnen, denn er zeichnet sich einerseits durch ungeahnte Gesellschaftsrelevanz und dramatische, kammerspielartige Züge aus, besitzt andererseits auch eine überraschend hohe Portion Humor und Selbstironie im Hinblick auf tief verwurzelte Vorurteile menschlicher Koexistenz – und gerade diese wohldosierte Mixtur bildet den großen Vorzug des Werks, das vor fast einem halben Jahrhundert Zuspruch in Form ganzer zehn (!) Nominierungen von Seiten der Academy erhielt. Basierend auf einem stark auf Dialogreichtum ausgerichteten Drehbuch können sich kurzweiliger Unterhaltungswert und Sozialkritik im selben Maße entfalten, während sämtliche Inszenierungselemente mit Ausnahme der Kompositionen intentioniert in den Hintergrund traten und die Dramaturgie explizit auf die harmonische, kleine Darstellerriege zugeschnitten worden ist. Mehrfach wurde Hepburn für den Gewinn ihres dritten von insgesamt vier Oscars als Hauptdarstellerin gescholten und obwohl auch ich als einer ihrer größten Verehrer eingestehen muss, dass es sich hierbei nicht um ihre stärkste und fesselndste Leinwandperformance handelt, bietet sie dennoch ein weiteres Mal eine vielschichtige und gewandte, wieder einmal beinahe mühelos erscheinende, mütterliche Verkörperung. Gerade wenn man sich vor Augen führt, dass Spencer Tracy nur siebzehn Tage nach Ende der Dreharbeiten in Folge langer Krankheit verstarb, muten die vergossenen Tränen innerhalb des berührenden Schlussakts doppelt authentisch an und bilden einen würdigen Abschied für einen der größten Charakterdarsteller der Filmgeschichte, der noch ein letztes Mal den Beweis erbrachte, was reduziertes Schauspiel zu evozieren vermag, während Sidney Poitier nahezu auf Augenhöhe der beiden Hollywoodlegenden agierte. Trotz einer nicht immer präsent auftretenden Katherine Houghton sowie einiger inhaltlicher Redundanzen leistete der letztlich mit zwei Oscars prämierte Film einen überaus wertvollen, unaufdringlichen und essentiellen Beitrag zur bis heute in den Köpfen vieler Menschen verankerten Diskussion um sogenannte “Mischehen”.

USA 1967 - 108 Minuten Regie: Stanley Kramer Genre: Familiendrama / Tragikomödie Darsteller: Spencer Tracy, Sidney Poitier, Katharine Hepburn, Katharine Houghton, Beah Richards, Cecil Kellaway, Roy Glenn, Isabel Sanford, Virginia Christine
USA 1967 – 108 Minuten
Regie: Stanley Kramer
Genre: Familiendrama / Tragikomödie
Darsteller: Spencer Tracy, Sidney Poitier, Katharine Hepburn, Katharine Houghton, Beah Richards, Cecil Kellaway, Roy Glenn, Isabel Sanford, Virginia Christine

Troja (OT: Troy)

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Wer anhand von Petersens 200 Millionen US-$ teurem, überwiegend auf dem Inselstaat Malta gedrehten Blockbuster eine detailgetreue Reproduktion der altertümlichen “Ilias-Erzählung” von Homer erwartet hat, wird als Anhänger geschichtsträchtiger Dramen vermutlich wie schon im Falle von “Alexander” furchtbare Enttäuschung empfinden und es würde in der Tat eine ganze Kolumne füllen, alle historischen Unzulänglichkeiten aufzuzählen, was wiederum dafür spricht, dass die Macher sich nicht allzu tiefgreifend in die Materie eingearbeitet haben, sondern eher üppige Schauwerte oder aber die Freilegung etwaiger Parallelen zur Gegenwart sowie Neuinterpretationen der bekannten, hellenistischen Sage um Achilles, Helena und Paris forcierten. Im Gegensatz zu vielen anderen Kritikern bin ich jedoch durchaus bereit, die unbestreitbar vorhandenen, gelungenen Aspekte des Dreistünders anzuerkennen. Abgesehen von sporadischen Schnittfehlern können speziell die musikalischen Kompositionen James Horners in diesem Zusammenhang ähnlich gelobt werden wie ästhetische Kulissen und Kostüme sowie wirkungsvolle, zeitweise für eine szenenweise hochspannende Atmosphäre sorgende Effekte und konvenierende Kameraperspektiven, welche die dynamische Epoche adäquat ummanteln. Zudem liefern Brad Pitt, Eric Bana und ganz besonders auch die Altstars Peter O‘Toole und Julie Christie überaus souveräne, Performances, während auf der anderen Medaillenseite die blassen, beinahe schon als hölzern zu charakterisierenden Darbietungen von Diane Kruger und Orlando Bloom äußerst problematisch erscheinen, denen es im Zuge eines reichlich seicht inszenierten und überlangen, amourösen Erzählstranges nicht gelungen ist, glaubhaft als Liebespaar zu agieren. Da sich summa summarum negative und positive Aspekte in einem ausgeglichenen Remis gegenüberstehen, stellt das ambitioniert gemeinte Epos mit erheblichen Längen aus meiner Sicht lediglich ein durchschnittliches Werk dar, dessen einmalige Sichtung jedoch zumindest keine seelischen Schmerzen verursacht und zumindest den äußeren Kern des Sujets zutage zu fördern.

USA / MT / UK 2004 - 162 Minuten  Regie: Wolfgang Petersen Genre: Monumentalfilm / Historiendrama Darsteller: Brad Pitt, Eric Bana, Orlando Bloom, Diane Kruger, Brian Cox, Sean Bean, Peter O’Toole, Rose Byrne, Brendan Gleeson, Saffron Burrows, Julie Christie, Garrett Hedlund
USA / MT / UK 2004 – 162 Minuten
Regie: Wolfgang Petersen
Genre: Monumentalfilm / Historiendrama
Darsteller: Brad Pitt, Eric Bana, Orlando Bloom, Diane Kruger, Brian Cox, Sean Bean, Peter O’Toole, Rose Byrne, Brendan Gleeson, Saffron Burrows, Julie Christie, Garrett Hedlund

U.F.O. – Die Letzte Schlacht Hat Begonnen (OT: UFO – Alien Uprising)

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Mehr als diesen kürzlich im Free-TV gezeigten, unterirdisch inszenierten, fürchterlich besetzten und in absolut jeder Hinsicht misslungenen Rohrkrepierer mit hanebüchener Handlung und exorbitant dilettantischen Effekten als grauenhaften Schrotthaufen aus der C-Movie-Schublade zu bezeichnen, gebieten Empathie, Höflichkeit und meine begrenzte, verbliebene Lebenszeit einfach nicht! Das verhältnismäßig hohe Filmbudget wurde anscheinend versoffen! Bisweilen fragt man sich einfach unweigerlich, warum man sich manche “Filme” überhaupt bis zum Schluss anschaut! Ich habe fertig…

USA 2012 – 101 Minuten Regie: Dominic Burns Genre: Science-Fiction / Action Darsteller: Bianca Bree, Sean Brosnan, Jean-Claude Van Damme, Simon Phillips, Maya Grant, Jazz Lintott, Andrew Shim, Peter Barrett, Julian Glover, Sean Pertwee, Joey Ansah
USA 2012 – 101 Minuten
Regie: Dominic Burns
Genre: Science-Fiction / Action
Darsteller: Bianca Bree, Sean Brosnan, Jean-Claude Van Damme, Simon Phillips, Maya Grant, Jazz Lintott, Andrew Shim, Peter Barrett, Julian Glover, Sean Pertwee, Joey Ansah
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  • Patrick

    Mich überrascht wiedre einmal Deine Filmauswahl. Man kann bei Dir nun wirklich nicht (mehr) sagen, dass Du Genrebezogen wertest, sondern bist sehr Genreoffen, was generell für Dich spricht, Hätte vorher zum Beispiel nicht erwartet, dass "Das kleine Arschloch" so gut bei Dir wegkommt. So kann man sich irren! Ist aber auch gutes Werk.

    Schön vor allem aber immer wieder auch die EInstreuung diverser Klassiker, die jeder gesehen haben sollte. Weiter so! Danke

  • Patrick

    Schade in der Tat, dass "Die Geschichte einer Nonne" im "Ben Hur"- und "Manche mögens heiß!"-Jahr erschien, sonst wären neben den 8 Nominierungen vielleicht auch ein paar Oscars drin gewesen. Definitiv für Hepburn, die hier für mich auch die mit Abstand beste Leistung ihrer Karriere zeigt und das soll schon was heißen! Allerdings finde ich es auch immer wieder toll, wenn eien Nicht Englisch-Sprachige Darstellung oder Darstellerin ausgezeichnet wird wie seiner Zeit Simone Signoret. Hätte Hepburn noch keinen Oscar gehabt, dann wäre die Wahl sicher knapper bzw. anders ausgegangen vielleicht…

  • Heiko

    So, jetzt hatte ich auch mal die Muse alles zu lesen. 🙂

    Bei "Geschichte einer Nonne" kann ich Dir nur zustimmen. Du dürftest ja mittlerweile wissen, dass Audrey Hepburn, neben u.a. Jodie Foster und Nicole Kidman, eine meiner absoluten Lieblings-Schauspielerinnen ist. Und rein darstellerisch war sie in der Tat nie besser als hier. Allerdings sehe ich sie trotzdem immer noch lieber in ihren vielen ikonischen komödiantischen Rollen. Sie konnte aber definitiv beides herausragend.

    Bei Lindsay Lohan bin ich ebenfalls voll bei Dir. Mit "Freaky Friday", "Girls Club" und "Robert Altman’s Last Radio Show" hat sie definitiv gezeigt, dass in ihr ein großes Talent schlummert(e). Schade, dass sie danach so abgestürzt ist. Zuletzt konnte sie zumindest in den letzten 5 Minuten von "Liz & Dick" wieder ein kleiner Funken aufsprühen, auch wenn ihre sonstige Darstellung von Elizabeth Taylor bis dahin eher zum fürchten war.
    Ein Schicksal, dass sie übrigens mit Amanda Bynes teilt, die ebenfalls eine große Karriere vor sich hatte und u.a. mit "Was Mädchen wollen", "She’s the Man" und "Hairspray" erste kleinere Ausrufezeichen gesetzt hatte.
    Kristen Stewart, die man von den derzeit erfolgreicheren Darstellerinnen wohl noch am ehesten aufgrund Attitüde und Rollenwahl mit Lohan und Bynes vergleichen kann, hat ihre Chancen genutzt und dürfte sich mit der Zeit auch fest im Charakterfach wiederfinden.

    Wie du allerdings "Das Kleine Arschloch" gut finden konntest, entzieht sich mir jeglicher Logik, ich fand den einfach nur zotig und albern. Dann lieber gleich richtig anarchische Sachen wie "South Park". 😉