Maleficent: Mächte der Finsternis (OT: Maleficent: Mistress of Evil)

© Walt Disney Pictures

„Maleficent – Die Dunkle Fee“ setzte vor fünf Jahren eine regelrechte Flut an Realverfilmungen der Meisterwerke aus dem Hause Disney in Gang. Allein in diesem Kalenderjahr erschienen drei solcher Produktionen. Weil die seinerzeitige Adaption es auf Anhieb schaffte, sich in die Top-100 der finanziell erfolgreichsten Filme aller Zeiten zu platzieren, war es eigentlich nur eine Frage der Zeit, bis die Geschichte um eine der berüchtigtsten Schurkinnen des Zeichentrick-Universums eine Weitererzählung erfuhr. Während das Schauspielensemble bis auf wenige Ausnahmen bestehen blieb, gab es einen Wechsel auf dem Regiestuhl. Der norwegische Landsmann Joachim Rønning, der bereits mit „Kon-Tiki“ einen hochgelobten Film schuf, erweitert die Grimm’sche Einleitungsformel kurzerhand und bietet trotz einiger Schwächen letztlich nicht nur für Fans des Genres vor allem eines: Grundsolide Kinounterhaltung.

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Midsommar

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©Weltkino Filmverleih

Um Abstand von den tragischen Todesfällen in ihrer Familie zu bekommen, reist Dani (Florence Pugh) zur Zeit der langen Sommernächte mit ihrem Freund Christian (Jack Reynor) und drei von dessen Freunden nach Schweden in ein idyllisches Inseldorf, wo sich die Dorfgemeinschaft auf ein ein besonderes Fest vorbereitet, das nur alle 90 Jahre einmal stattfindet. Doch die Feierlichkeiten nehmen immer bizarrere Dimensionen an und alle Beteiligten fragen sich zunehmends worin sie geraten sind…. Lesen fortsetzen

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ES – Kapitel 2 (OT: It – Chapter two)

ES Kapitel 2 mit Bill Skarsgård
©Warner Bros.

Es sind 27 Jahre seit den Ereignissen ihrer Kindheit vergangen. Inzwischen ist der “Club der Verlierer” erwachsen geworden und leben, mit Ausnahme von Mike Hanlon, nicht mehr in Derry. Die Erinnerungen an die traumatischen Ereignisse von damals sind weitesgehend verdrängt. Doch als die Morde in der Kleinstadt erneut beginnen, kehren Bill Denbrough (James McAvoy), Ben Hanscom (Jay Ryan), Richard Tozier (Bill Hader), Eddie Kaspbrak (James Ransone), Michael Hanlon (Isaiah Mustafa), Stanley Uris (Andy Bean) und Beverly Marsh (Jessica Chastain), die inzwischen Beverly Rogan heißt, aufgrund ihre damaligen Blutschwures, nach Derry zurück, um es erneut mit dem Kinder mordendem Wesen aufzunehmen, welches sie dem Namen ES gegeben haben… Lesen fortsetzen

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Joker

© Warner Bros. Pictures

„Bilde ich mir das bloß ein oder wird die Welt immer verrückter?“ Dieser Ausspruch, der in erschreckender Weise auf die aktuellen Ereignisse in der Welt übertragbar ist, bildet den Ausgangspunkt für Todd Philipps 13. Leinwandproduktion und gerät rasch zur rhetorischen Frage. Dass der Solo-Film über einen der berüchtigtsten Schurken der Filmgeschichte im Rahmen der Filmfestspiele von Venedig den Hauptpreis erringen konnte, überrascht in hohem Maß, denn „Joker“ zählt definitiv nicht in die Sparte massenkompatibler Abendunterhaltung. Kaltschnäuzig inszeniert, stellt der Thriller das bis dato aufwühlendste, unbequemste Werk der aktuellen Saison dar und dürfte polarisieren wie kein anderer. Wer es wagt, sich vollends auf das zweistündige Porträt einzulassen, erhält nicht zuletzt eine düstere, tiefenpsychologische Studie einer zerschmetterten Seele, die in hohem Maße nachwirkt.

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Emmy-Gewinner auf Rekordkurs

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David Fisher/Shutterstock und Peter Brooker/Shutterstock

Die finale Staffel von „Game of Thrones“ ging – trotz zum Teil vernichtender Kritiken und fehlender Drehuch-Nominierungen (!) – mit 32 Nennungen an den Start, soviel wie für keine Serie innerhalb einer Staffel zuvor, konnte den eigens aufgestellten Rekord trotz Gewinn von satten 12 Emmys zwar nicht einstellen, aber damit immerhin gleichziehen!, auch wenn er „nur“ 2x in den Hauptkategorien (Serie und Nebendarsteller) triumphieren konnte! Für alle Statistiker: „Game of Thrones“ erhielt für seine 8 Staffeln insgesamt 59 Emmys, jedoch nur Dinklage bekam von allen Darstellern genug Stimmen für einen Darstellersieg – dies jedoch satte 4 Mal!

Neben „Game of Thrones“ waren „Chernobyl“, „Fleabag“ und „RuPauls Drag Race“ die großen Abräumer des Abends. Insbesondere RuPaul Charles hat den 4. Emmy in Folge für seine Moderation erhalten und ist mit Rekordhalter „Jeff Probst („Survivor“) gleichgezogen. Da bis zum nächsten Jahr noch eine 12. Staffel von Drag Race, sowie „All Stars 5“ und ab 3. Oktober „Drag Race UK“ ausgestrahlt wird, sollte er beste Aussichten haben, nicht nur mit dem Rekord gleichzuziehen, sondern auch zu übertrumpfen.

Auch wenn die Emmy-Jury dazu neigt sich immer wieder zu wiederholen und dieselben Personen auszuzeichnen, gib es mit Sandra Oh und Phylicia Rashad zwei Damen, die Jahre oder gar Jahrzehnte für stets herausragende Arbeit nominiert werden, aber nie triumphieren konnten. Dies steiß besonders in diversen Foren sauer auf, vor allem bei Phylicia Rashad, die zum vierten Mal nominiert wurde, und absolut herausragend in der Episode von „This is us“ war, wie ich bereits in meiner Kritik noch vor den Emmy-Nominierungen hervorgehoben hatte. Noch konvuser ist, dass Sandra Oh dieses Jahr Nominierungen Nr. 9 und 10 erhielt und im Laufe der Jahre 2 Golden Globes und 2 Screen Actors Guild Awards erhielt und noch immer auf ihren ersten Emmy warten muss!

Ansonsten ist es sehr erfreulich gewesen, dass die Emmys weiter gestreut wurden als üblich. Wie seht ihr die Vergabe? Wer wurde Eurer Meinung nach übergangen? Wer wurde zurecht ausgezeichnet und wer wurde nicht Mal nominiert, der aber auf die Liste gehört hätte?

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Ad Astra – Zu Den Sternen (OT: Ad Astra)

© 20th Century Fox

Als James Gray, welcher mit „The Immigrant“ einen Achtungserfolg erzielte, seine siebte Leinwandproduktion als „realistischste Darstellung von Weltraumreisen aller Zeiten“ ankündigte, warf dies entsprechende Schatten voraus. Nicht nur passionierte Galaxis-Fans sehnten der Veröffentlichung von „Ad Astra“ entgegen, der dank der Intervention der am Vertrieb beteiligten Disney Studios mit fast viermonatiger Verspätung erschien. Starbesetzt und ein Budget von rund 100 Millionen US-$ verschlingend, richteten sich die Hoffnungen vieler darauf, dass das Werk den anspruchsvollen Weg von „Gravity“ und „Arrival“ einschlagen würde. In Gestalt seines ersten Ausflugs ins Science-Fiction-Terrain übt sich Gray jedoch leider vor allem in Pseudopsychologie und erschafft etwas, das man lediglich als gigantisches Weltraum-Kaugummi mit kurzer Halbwertszeit bezeichnen kann.

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Downton Abbey

© Focus Features

„Sarkasmus ist die niedrigste Stufe von Esprit.“ So lautet nur eines von unzähligen Bonmots, die „Downton Abbey“ durchziehen wie ein roter Faden. Die Verfilmung der gleichnamigen Erfolgsserie, welche bis 2015 in sechs Staffeln ausgestrahlt wurde und ganze 15 Emmys abräumte, wurde heiß erwartet. Obendrein sorgte sie schon vor Veröffentlichung für besondere Aufmerksamkeit, indem sie in den USA den besten Kino-Vorverkauf des Jahres erzielte. Inmitten dynamischer Zeiten stellt Michael Englers erst zweite Leinwandproduktion zwar kein Ablenkungsmanöver von den Wirren des Brexits dar, kann jedoch durchaus als nostalgischer Rückzug in eine heile, aristokratische Welt betrachtet werden. In Summe wird dabei deutlich mehr richtig als falsch gemacht, wovon sich Zuschauer seit gestern auch hierzulande überzeugen können.

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Todd Phillips „Joker“ erhält den Hauptpreis in Venedig

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©Warner Bros. Entertainment

Nachtrag vom 07.09.2019: Der Goldene Löwe des Filmfestivals Venedig geht an den Psychothriller „Joker“ des Amerikaners Todd Phillips. Das von Comics inspirierte Werk erzählt, wie aus einem psychisch kranken Mann der Joker wird – der späteren Gegenspieler von Batman. Der 44-jährige Joaquin Phoenix spielt die Hauptrolle, ging aber überraschenderweise leer aus. Der Goldene Löwe generiert immer wieder Oscar Buzz. Letztes Jahr startete Olivia Colman in Venedig ihren Siegeszug mit dem Coppi Volpi, zahlreiche Critic Awards, dem Golden Globe, BAFTA und dem Oscar. Auch Willem Dafoe konnte nach Venedig zumindest Nominierungen bei der Foreign Press und der Oscar Academy ergattern. Ein Jahr zuvor erhielt „The Shape of Water“ von Guillermo del Toro die höchste Auszeichnung des Festivals und Monate später 4 Oscars, inkl. der „Besten Regie“ und dem „Besten Film des Jahres“.

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Late Night

© Amazon Studios

Bereits Anfang des Jahres wurde „Late Night“ auf dem Sundance Festival uraufgeführt und kann am ehesten als Tragikomödie „aus Frauenhand“ beschrieben werden. Sowohl für die Regieführung, das Skript, die Produktion, den Schnitt als auch die Musik waren nämlich ausnahmslos Damen verantwortlich und auch die Story ist vollends auf seine beiden Protagonistinnen zugeschnitten. Seit zwei Wochen darf die Spartenmischung um eine karrierefokussierte, aber schwer genießbare Talkshow-Moderatorin, die mit Hilfe einer Quereinsteigerin um die Absetzung ihrer Lebensleistung kämpft, auch hierzulande besichtigt werden. Die Gelegenheit dazu sollte man sich nicht entgehen lassen, denn „Late Night“ glänzt nicht nur dank seiner Besetzung, sondern funktioniert auch vortrefflich als kurzweilige Sozialsatire am Puls der Zeit.

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Tolkien

© Fox Searchlight Pictures

Bereits im Frühsommer erlebte die allererste Verfilmung der Vita des wohl bedeutendsten Fantasten der Literaturgeschichte, der den Grundstein für eine der erfolgreichsten Filmtrilogien aller Zeiten legte, ihre Erstveröffentlichung. Nicht nur aufgrund limitierter Kinostarts blieb das Porträt von John Ronald Reuel Tolkien (1892 – 1973) im Hinblick auf die Einspielergebnisse allerdings weit hinter den mutmaßlichen Erwartungen zurück. Der verantwortliche, auf Zypern geborene Finne Dome Karukoski mag zwar kein Regisseur von Weltrang sein, ist aber dank seiner Produktionen „Helden des Polarkreises“ und „Tom Of Finnland“ durchaus kein Unbekannter des europäischen Kinos. Mit „Tolkien“ versucht er inszenatorisch in vielen Belangen, dem Hawking-Biopic „Die Entdeckung der Unendlichkeit“ nachzueifern, erreicht jedoch trotz einiger Glanzmomente bedauerlicherweise nie wirklich dessen Dichte und Emotionalität.

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