“Amour” gewinnt Los Angeles Critics Award!

Die Kritikervereinigung aus Los Angeles (LAFCA) gaben ihre Gewinner, darunter einige Überraschungen, bekannt! Doch seht am besten selbst

Anders als bei den meisten Kritikerpreisen der bisherigen Award-Season, sticht nicht “Zero Dark Thirty” als großer Gewinner heraus, sondern “The Master” und vor allem “Amour”. Mit den Erfolgen in den Kategorien “Best Director”, “Best Actor”, “Best Supporting Actress” und “Best Production Design” für Paul Thomas Andersons “The Master” konnte man ja ein wenig rechnen aber das “Amour” den Preis für “Best Picture” gewinnt, ist doch eine faustdicke Überraschung. Damit ist Michael Hanekes Meisterwerk der erste nicht englisch-sprachige Film seit dem Jahr 2000, welcher den wichtigsten Preis gewinnen kann. Damals war es “Crouching Tiger & Hidden Dragon” unter der Regie von Ang Lee. Eines dürfte damit wohl auch klar sein: “Amour” ist nicht nur ein großer Anwärter auf den Auslands-Oscar, sondern schiebt sich dementsprechend auch noch in den erweiterten Favoritenkreis für weitere Oscar-Nominierungen. Man darf gespannt sein, wie sich das in den nächsten Tagen, Wochen und Monaten entwickeln wird!

Best Film: Amour
(runner-up:  The Master )

Best Director:Paul Thomas Anderson, The Master
(runner-up: Kathryn Bigelow)

Best Actress:
Jennifer Lawrence, Silver Linings Playbook
(runner-up: Emmanuelle Riva)

Best Actor:
Joaquin Phoenix, The Master
(runner-up: Denis Lavant, Holy Motors

Best Supporting Actor:
Dwight Henry, Beasts of the Southern Wild
(runner-up: Christoph Waltz, Django Unchained)

Best Supporting Actress:
 Amy Adams, The Master
(runner-up: Anne Hathaway, The Dark Knight Rises and Les Miserables)

Best Editing:
Dylan Tichenor and William Goldenberg, Zero Dark Thirty
(runner-up: William Goldenberg, Argo)

Best Cinematography:
Roger Deakins, Skyfall
(runner-up: Mihai Malaimare Jr., The Master)

Best Score:
  Benh Zeitlin & Dan Romer, Beasts of the Southern Wild
(runner-up: Jonny Greenwood, The Master)

Best Screenplay:
Chris Terrio, Argo
(runner-up: David O. Russell, Silver Linings Playbook)

Best Production Design:
Jack Fisk, The Master
(runner-up: Adam Stockhausen, Moonrise Kingdom)

Best Animated Film:
Frankenweenie
(runner-up: It’s Such a Beautiful Day)

Best Documentary:
The Gatekeepers
(runner-up: Searching for Sugar Man)

Best Foreign Language Film:
Holy Motors
(runner-up:  Footnote)

Über Johannes Marksteiner

Hauptberuflich: Radio-Redakteur und Sprecher Nebenberuflich: Passionierter Cineast
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  • Patrick

    Wirklich eine kleine Sensation, auch wenn L.A. dafür bekannt ist, dass sie gerne auch mal gegen den Strom schwimmen. Hoffe es bleibt keine Ausnahme, damit die Awardsaison spannend bleibt. Zudem freut mich die Liebe zu "The Master", von dem ich eigentlich gehofft habe, dass er Pual Thomas Anderson endlich zu Oscarehren führen wird, die er schon seit "Boogie Nights" und "Magnolia", spätestens jedoch für "There will be Blood" hätte verdient gehabt. Und noch ein Grund zur Freude: Auch in L.A. kann sich Roger Deakins herausragende Kameraarbeit zu "Skyfall" den Award sichern. Wird die Academy endlich folgen? Deakins hat diesen Preis nicht erst seit seinen Meisterwerken "The Man who wasn´t there" und "Jesse James" verdient, sondern schon für "Die Verurteilten" und der ist nun schon 18 Jahre her!