The Trashy Horror Picture Show, Teil 2: “LESBIAN VAMPIRE KILLERS”

The Trashy Horror Picture Show 5

Was ist noch geiler als strippende Zombies?
Richtig … lesbische Vampire! 😀

Zumindest ist die Grundidee dieses Films hervorragend. Im Zuge von “Shaun of the Dead” von Edgar Wright, Simon Pegg und Nick Frost ist dieses Vehikel entstanden bei dem die ebenfalls als Duo im britischen TV erfolgreichen Komiker James Corden und Mathew Horne als Zugpferd gewonnen werden konnten. Doch waren sie ansonsten nicht weiter in die Produktion oder das Drehbuch eingebunden. Und genau das dürfte der Grund sein warum der Film auch an manchen Stellen krankt.

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In “Lesbian Vampire Killers” geht es um die beiden besten Freunde Fletch (Corden) und Jimmy (Horne), zwei Volltrottel mit Herz, die gemeinsam in den Urlaub fahren wollen. Da aber Fletch gerade seinen Job als Clown verloren und Jimmy seiner mittlerweile “Ex”-Freundin Geld für ein Auto geliehen hat sind beide abgebrannt. Aus Geldnot geht es also zum wandern in die nordenglische Provinz ins fiktive Örtchen Cragwich. Auf diesem Nest lastet aber ein alter Fluch. Die Vampirkönigin Carmilla (“mit einem unbändigen Hass auf Männer und einer Vorliebe für Frauen”) hatte kurz vor ihrer Enthauptung durch einen Kreuzritter alle Mädchen des Ortes dazu verdammt an ihrem 18. Geburtstag ebenfalls zu lesbischen Vampiren zu werden. In Cragwich angekommen treffen die beiden Loser auf vier scharfe Studentinnen der “Folklore” und alsbald natürlich auch auf die titelgebenden Vampirlesben. Durch den fluchenden vampirjagenden Pfarrer des Ortes (Paul “der achte Doctor” McGann) erfahren sie, dass der Fluch nur durch den letzten männlichen Nachfahren des Ritters gebrochen werden kann, sollte sich aber das Blut diese Nachfahren zuvor mit dem Blut einer Jungfrau vermischen, kann Carmilla wieder auferstehen. Es stellt sich heraus, dass Jimmy dieser Nachfahre ist. Er verliebt sich in die süße Lotte. Und die ist noch unbefleckt. …

“Lesbian Vampire Killers” beginnt zwar noch richtig gut, lässt dann aber leider im Laufe des Films doch immer mehr nach.
Die Autoren machen den Fehler, dass sie auf biegen und brechen versuchen irgendwelche Gags aneinander zu reihen, von denen aber die meisten nicht recht zünden wollen. Es gibt zwar schon den ein oder anderen echten Brüller, dieser wird dann aber öfter mal zu arg in die Länge gezogen oder gleich mehrfach gebracht. Das ist echt schade, denn die wirklich geniale Grundidee wird dadurch fast zur Hälfte verschenkt.
Optisch macht der Film aber echt einiges her, er soll natürlich an die alten Hammer-Studio-Filme erinnern und auch einige Ed Wood-Anleihen werden gekonnt eingebaut. Zudem sind die Effekte für eine solche Low Budget-Produktion erstaunlich gut.
Alles in allem also ein Film der nicht wehtut und den man sich gerne mal an einem verregneten Sommerabend geben kann, aber leider nicht die Genreperle die man durch den wohl besten Trashfilm-Titel der letzten Jahre erwartet hat.

Wertung40
GB – 2009 – 1 Std. 28 Min.
Regie: Phil Claydon
mit: James Corden, Mathew Horne, MyAnna Buring, Silvia Colloca, Lucy Gaskell, Louise Dylan, Ashley Mulheron, Tiffany Mulheron & Paul McGann
Genre: Horror, Komödie

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