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Der unglaubliche Hulk (OT: The Incredible Hulk)

MCU Der unglaubliche Hulk 1


Dagegen flacht der zweite Film des MCU, der noch im selben Jahr wie „Iron Man“ über die Leinwände flimmerte, schon enorm ab.
Der brillante Biotechnologe Bruce Banner (Edward Norton), wurde bei einem missglückten Versuch einer Überdosis Gammastrahlen ausgesetzt, woraufhin er sich immer wenn er wütend wird oder sonstigen Aufregungen ausgesetzt ist zu einem grobschlächtigen und mit übermenschlichen Kräften ausgestatteten riesigem grünen Wesen mutiert. Da Banner diese Kräfte jedoch nicht kontrollieren kann wurde er von General Thaddeus Ross (William Hurt) gejagt, in dessen Auftrag der Versuch stattgefunden hatte. Banner konnte allerdings entwischen und lebt nun ein ruhiges und zurückgezogenes Leben in Brasilien. Er steht allerdings in anonymem Kontakt mit einem Wissenschaftler, der ihm helfen soll ein Heilmittel zu finden. Dadurch kann Ross aber Banners Aufenthaltsort bestimmen und geht zusammen mit dem ihm treu ergebenen Emil Blonsky (Tim Roth) erneut auf die Jagd nach ihm. Banner verwandelt sich schließlich nach langer Zeit erneut in den „Hulk“ und kann entkommen. Er schlägt sich über Mittelamerika zurück in die USA durch und will seinen Kontaktmann persönlich aufsuchen. Dabei trifft er auch auf seine ehemalige Freundin Betty (Liv Tyler), die ebenfalls an dem Versuch beteiligt war und die Bruce verlassen hatte, damit er keine Gefahr für sie darstellt. …

Die Grundidee der Figur Hulk gefällt mir durchaus. Ich bin auch Fan der (zugegeben sehr trashigen) Serie aus den 1970er-Jahren als der Hulk noch von dem grün angepinselten Bodybuilder Lou Ferrigno, der hier auch einen Camero-Auftritt als Wachmann und Stimme des Hulk hat, verkörpert wurde. Vielleicht gefällt mir auch deshalb die Darstellung als über drei Meter großes Monster nicht, wie es auch schon beim ersten Filmversuch von Ang Lee der Fall war, auch wenn das in den Original-Comics ebenso sein mag. Für mich wird dabei die Figur eines gebrochenen Mannes, der ganz im Stile der Romanfiguren Dr. Jekyll und Mr. Hyde übermenschliche Kräfte entwickelt, aber dennoch menschlich bleibt, ad absurdum geführt. Zudem packt Regisseur Louis Leterrier hier die ganz große Action-Keule aus, was insbesondere ab der Mitte des Films einfach too much ist.
Die erneute Einführung des Hulk ist damit zwar kein totaler Rohrkrepierer, ich finde ihn sogar besser als die 2003er-Variante die übrigens nichts mit dem MCU zu tun hat, aber hier wird massiv Potenzial verschenkt. Denn schauspielerisch wissen Norton, Hurt und Roth durchaus zu überzeugen und insbesondere die erste Hälfte des Films besitzt auch noch das richtige Maß an Action, danach verkommt das ganze aber zu einem abstruse Action-Gewitter, bei dem ausgerechnet der große Endkampf dann aber wieder zu plötzlich endet.



USA – 2008 – 1 Std. 53 Min.
Regie: Louis Leterrier
mit Edward Norton, Liv Tyler, Tim Roth, William Hurt, Tim Blake Nelson, Ty Burrell & Lou Ferrigno
Genre: Action, Science-Fiction

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