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Captain America: The First Avenger

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Captain America war für mich bisher die größte Enttäuschung aller Marvel-Superhelden, auch wenn er sich in den folgenden Filmen bei mir wieder zumindest ein wenig rehabilitieren konnte. Mir ist er einfach viel zu glatt, ohne großen Ecken und Kanten, zudem ging mir besonders bei diesem ersten Teil der überpatriotische Unterton mit der Zeit mächtig auf den Zeiger. Aber was soll man schon von einem Superhelden erwarten, der Captain America heißt.

Der Film spielt kurz nach Eintritt der Amerikaner in den Zweiten Weltkrieg. Steve Rogers (Chris Evans) ist ein kleiner schwächlicher Bursche der aber unbedingt für sein Vaterland im Krieg in Übersee dienen will. Dafür hat er sogar schon mehrfach seine Unterlagen gefälscht und an mehreren Musterungen teilgenommen um endlich eingezogen zu werden. Zumal sein bester Freund „Bucky“ Barnes (Sebastian Stan), der genommen wurde, kurz vor der Abreise steht. Bei einem dieser Versuche wird Rogers vom deutsch-jüdisch Wissenschaftler Abraham Erskine (Stanley Tucci) erwischt und bietet ihm an bei einer menschlichen Studie mitzumachen, die ihn per Injektionen eines von Howard Starks (Dominic Cooper) entwickelten Serums stärker und widerstandsfähiger machen soll. Der Versuch ist ein voller Erfolg, allerdings wurde das Labor von Hydra unterwandert, wobei Erskine getötet wird und die letzten Proben des Serums zerstört werden. Rogers bleibt also der Einzige Supersoldat und wird unter den Fittichen des US-Colonels Phillips (Tommy Lee Jones) und der britischen Agentin Peggy Carter (Hayley Atwell) als Werbemaskottchen „Captain America“ auf Tour geschickt um Kriegsanleihen an den Mann zu bringen.
Derweil kommt der führende Wissenschaftsoffizier der Nazis Johann Schmidt aka Red Skull (Hugo Weaving), der die geheime Forschungsabteilung „HYDRA“ leitet in einem norwegischen Kaff in den Besitz des sogenannten „Tesserakts“, einem mysteriösen Artefakt der nordischen Götter in Asgard, der aus reiner Energie besteht und HYDRA die Weltherrschaft bringen soll. Unterstützt wird er dabei von dem Wissenschaftler Arnim Zola (Toby Jones).
Bei einem Tourstop in der Provinz Norditaliens erfährt Captain Rogers, dass das Regiment seines Freundes Bucky von HYDRA-Soldaten gefangen genommen wurde und sie dort mit den überlebenden Soldaten Tests durchführen. Kurz entschlossen greift Rogers auf eigene Faust ein, wobei er von Carter und Stark Schützenhilfe bekommt. …

Auch hier ist der Anfang noch durchaus gelungen, die Werbetour als Captain America trägt sogar recht selbstironische Züge, doch je weiter die Handlung fortschreitet , desto stumpfsinnig patriotischer wird der Film leider. Zudem ist der Charakter von Weaving eine Spur over the top und hat mich ein wenig an die Figuren aus „Hellboy“ erinnert, den ich auch schon nicht toll fand. Schauspielerisch machen besonders die Nebenfiguren wie Tommy Lee Jones, Atwell und Toby Jones eine gute Figur, während mir aber gerade die Titelfigur wie erwähnt zu unnahbar wirkt, mit der ich mich letztlich nie richtig identifizieren konnte.


USA – 2011 – 2 Std. 04 Min.
Regie: Joe Johnston
mit Chris Evans, Hayley Atwell, Hugo Weaving, Tommy Lee Jones, Stanley Tucci, Toby Jones, Dominic Cooper, Sebastian Stan, Neal McDonough, Richard Armitage, Natalie Dormer, Anatole Taubman & Samuel L. Jackson
Genre: Action, Science-Fiction

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