Schauspieler Maximilian Schell (83) verstorben

Einer der größten deutschsprachigen Schauspieler ist heute von uns gegangen: wie seine Agentin verkündet hat, ist Maximilian Schell in der Nacht von Freitag auf Samstag im 84. Lebensjahr nach kurzer und schwerer Krankheit verstorben.

Der Oscar-Preisträger und zweifache Golden-Globe Gewinner wurde durch seine Darstellungen in Filmen wie “Das Urteil von Nürnberg”, “Julia”, “Topkapi” oder “Der Mann im Glaskasten” zu einer wahren Legende. Trotz seiner erfolgreichen Karriere in Hollywood war Schell stets ein Mensch, der sehr nah seiner Heimat verbunden war.

Oscar-Gewinn 1962:

Über Johannes Marksteiner

Hauptberuflich: Radio-Redakteur und Sprecher Nebenberuflich: Passionierter Cineast
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  • Stefan T.

    Ich konnte es auch kaum fassen, als ich es eben hörte und habe ebenfalls einen kleinen Nachruf verfasst.

    Mit Bestürzung habe ich eben erfahren, dass der große Maximilian Schell von uns gegangen ist. Er verstarb am heutigen Morgen im Alter von 83 Jahren an den Folgen einer offenbar nicht ausgeheilten Lungenentzündung.

    Schell stammte aus einer Schauspielerfamilie, seine ältere Schwester Maria (1926 – 2005) erlangte ebenfalls weltweite Bekanntheit. In seiner Darstellerkarriere, die über sechs Jahrzehnte umfasste, war er unter anderen in Filmklassikern wie "Topkapi", "Der Befehl" und "Die Brücke Von Arnheim" zu sehen und stand in den letzten Jahren vor allem für TV-Produktionen vor der Kamera, blieb aber auch der Theaterbühne stets treu. Für seine Rolle des Verteidigers in Stanley Kramers Gerichtsdrama "Das Urteil Von Nürnberg" erhielt er 1962 einen Oscar. Er war der erste deutschsprachige Schauspieler nach dem Zweiten Weltkrieg, dem diese Ehre zuteil wurde. Fast 49 Jahre lang, bis zum Oscar von Christoph Waltz, war er der einzige lebende deutschsprachige Oscar-Preisträger. Eine zweite Darstellernominierung bekam er sechzehn Jahre später für seine Nebendarstellung in "Julia", eine dritte für Hauptrolle in "The Man In The Glass Booth". Zudem machte er sich auch als Regisseur (u.a. "Der Richter Und Sein Henker", "Der Fußgänger") einen Namen und gehörte zu den wenigen Filmschaffenden, die Marlene Dietrich interviewen durfte. Für die daraus hervorgegangene Dokumentation erhielt er eine weitere Nennung für den Academy Award. Schell war der Patenonkel von Angelina Jolie, erregte wegen der Beziehung mit Soraya von Persien Aufsehen und hinterlässt eine Frau und eine Tochter.

    Ruhe in Frieden, Maximilian Schell. Wir werden sich nie vergessen!

  • Heiko

    Eine wirklich traurige Nachricht. 🙁
    Somit ist innerhalb zweier Monate schon wieder Einer der Großen des Films von uns gegangen.
    Schell wird aber immer unvergessen bleiben.