Philip Seymour Hoffman (46) gestorben

psh

Die schrecklichen Nachrichten wollen nicht abreißen – gestern ist Maximilian Schell verstorben und heute Philip Seymour Hoffman. Wie das Wall Street Journal berichtet, ist Hoffman in seiner Wohnung tot aufgefunden worden. Der Oscar-Preisträger hat uns in Filmen wie “Capote”, “The Master” oder “Glaubensfrage” seine schauspielere Vielfalt des öfteren unter Beweis gestellt. Hoffman wurde lediglich 46 Jahre alt.

Über Johannes Marksteiner

Hauptberuflich: Radio-Redakteur und Sprecher
Nebenberuflich: Passionierter Cineast

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  • Patrick

    Bin echt fassungslos!!!

    Einer der weltbesten Schauspieler von dem noch soviel gekommen wäre! Ein wirklich tragischer Verlust!!! ;-(((( RIP Philip.

  • Heiko

    Ich bin auch absolut fassungslos. Was für ein trauriges Wochenende für die Filmwelt.

  • Stefan T.

    Das darf bitte einfach nicht wahr sein! 🙁

  • kaik

    Ich fasse es nicht!!!

    Warum treibt es Genies immer zu diesen beschissenen Drogen???

    • Stefan T.

      Mein Hass auf Drogen wird auch immer größer! Manche sind einfach nicht stark genug, ihnen zu widerstehen und das ist einfach nur grausam! Mal wieder fühlt man sich echt hilflos. 🙁 Mir wird besonders seine großartige Darstellung in "Glaubensfrage" ewig in Erinnerung bleiben.

    • Patrick

      Wer schon mal Haschkekse genommen hat, weiß wie betörend und bewusstseinserweiternd tropische Substanzen haben können, wer jedoch zur Nadel greift wird sehr schnell abhängig, dass sollte einem einfach bewusst sein. Dennoch finde ich es falsch alle "Drogen" auf einen Haufen zu schmeißen! Ich weiß ich ecke mit so einer Ausssage an, aber da muss man schon etwas differenzieren.

      Hoffman soll sich schon seit Jahren mit allmöglichen vollgepumpt haben, dann kann so etwas leider Gottes passieren! Schlimm für die Filmwelt ist es auf alle Fälle, sehr schlimm sogar! Er konnte wirklich alles spielen und hat noch so jede kleine Rollen vollkommen mit Leben erfüllt. Wirklich ein herber Verlust!

      • Stefan T.

        Dann formuliere ich es eben um: "Mein Hass auf HARTE Drogen wird immer größer!" (Auch wenn ich selbst von Marihuana und dessen Legalisierung nichts halte.) Der Punkt, warum es so furchtbar erscheint, ist aber, dass die Welt nicht nur einen extravagant guten Darsteller verloren hat, sondern drei Kinder auch ihren Vater, weil er nicht stark genug war, gegen seine Sucht anzukämpfen. Insofern muss ich da bei allem Respekt gar nichts differenzieren!

        • kaik

          Ach immer dieses "bewusstseinserweiternd" – wem bringt das was. Kurzer Rausch und dann hängt man durch – kein großes Meisterwerk ist unter Mithilfe solcher Sibstanzen entstanden – auch wenn Künstler so etwas immer propagieren. Wenn ich höre "Ja ich kiffe, um kreativer zu sein" – nein, um pseudocool zu sein.

          Alles scheiße, Dreckszeugs! Weg damit.

          • Stefan T.

            Ich hätte es nicht besse rausdrücken können!

          • Bill

            Wie man sich angesichts einer kolossal gescheiterten Prohibitionspolitik, welche vor allem in Lateinamerika für bürgerkriegsähnliche Zustände sorgt, nach wie vor gegen eine Legalisierung von Rauschmitteln aussprechen kann ist mir ein großes Rätsel. Insbesondere im Falle von Cannabis-Produkten ist das eine unsägliche Farce, Konsumenten einer gegenüber der Volksdroge Alkohol ungleich harmloseren Substanz zu kriminalisieren. Zumal ich aus eigener erfahrung zu berichten weiß, dass Alkohol um ein vielfaches zerstörerischer sein kann als so manche vermeintlich "harte" Droge, es ist oftmals einfach nur eine Frage der Disposition. Das passt so manchem vllt. nicht in sein Weltbild, ließe sich gleichwohl statistisch problemlos untermauern.

            Generell geht mir dieses reflexartige, einseitige Verteufeln auf den Keks. Natürlich sollte man tunlichst die Finger von H & Co lassen, und wer dies nicht beherzigt muss mit den mitunter tragischen Konsequenzen leben. Gleichwohl sollte man nicht vergessen, dass neben diesen auch durchaus positive Begleiteffekte möglich sind, gerade in kreativen Berufen. Ich frage bewusst provokativ: Wer weiß ob Hoffman ohne jegliche Drogenerfahrungen überhaupt das schauspielerische Genie geworden wäre, an welchem wir uns die vergangenen zwanzig Jahre so erfreuen durften. Bei manchen ist der Weg zum Tod eben auch der Weg zur Kunst. Nicht umsonst bedienen und bedienten sich zahllose große Künstler der inspirativen Kraft legaler wie illegaler Substanzen – bis in den Tod. Ob das bei PSH überhaupt der Fall war, kann ich nicht beurteilen, da ja auch die Möglichkeit bestünde, dass es sich hier um einen Suizid handelt. Tragisch ist es in jedem Fall, da spielt die Todesursache in meinen Augen nur eine untergeordnete Rolle.

          • kaik

            Nur kurz: Natürlich hätte er jede Rolle auch ohne Drogeneinfluss so begnadet gespielt – wie jeder andere geniale Schauspieler auch ohne Drogeneinfluss meisterhaft spielt.

            Sorry, aber der Satz war daneben. Über die anderen Punkte kann man diskutieren, aber dass Raaschmittel Kreativität und Talent beflügeln: No! Guck dir mal zugekiffte Musiker auf der Bühne an – ein Fehler nach dem anderen.

          • Bill

            Kein Grund sich zu entschuldigen, Kai. Meine Frage war bewusst provokativ formuliert, habe damit gerechnet dafür einen auf den Deckel zu bekommen. Um eines klar zu stellen, ich will Substanzmissbrauch nicht verharmlosen, aber zu meiner Hypothese stehe ich. Künstler wie Pollock, Van Gogh, Lautrec, Bukowski, Hemingway, Cobain etc. sind eben auch aufgrund ihrer Süchte und ihren daraus resultierenden erfahrungen mit den Höhen und Tiefen des Lebens zu den Menschen geworden, die in vielfältiger Form unser Leben bereicherten. Ob sie ohne ihre jeweiligen Neigungen zu bewusstseinserweiternden Substanzen (und dazu zähle ich Alkohol freilich auch) derart grandiose Kunst produziert hätten (oder – wie du suggerierst – möglicherweise sogar bessere) ist ein "Was-wäre-wenn" Szenario, bei welchem wir nie zu einer konkludenten Lösung finden werden.

  • Ich kann es noch immer nicht wirklich fassen. Hoffman war ein großer und dass es jetzt einfach vorbei ist, das ist einfach furchtbar.

    Er wird in guter Erinnerung bleiben!