Sie war eine der großen Schauspielerinnen aus Hollywoods goldener Ära und spielte in Klassikern wie „Tote schlafen fest“ und „Mord im Orient-Express“ mit. Bis ins hohe Alter trat Lauren Bacall noch vor die Kamera. Nun ist die Filmpartnerin und Ehefrau von Humphrey Bogart in New York infolge eines Schlaganfalls gestorben.
Mit ihrer rauchigen Stimme, einer schlanken Figur und markanten Gesichtszügen hob sich Bacall von vielen Schauspielerinnen ihrer Zeit ab. Sie spielte unter anderem in Klassikern wie „Tote schlafen fest“, „Wie angelt man sich einen Millionär“ und „Mord im Orient-Express“. Ihr Leinwanddebüt gab sie 1944 an der Seite ihres späteren Ehemannes Humphrey Bogart in Howard Hawks‘ „Haben und Nichthaben“. 1997 erhielt sie für „Liebe hat zwei Gesichter“ ihre einzige Oscar-Nominierung, musste sich aber Juliette Binoche für „Ein englischer Patient“ geschlagen geben. 2009 wurde sie 85jährig mit einem Ehrenoscar für ihr Lebenswerk ausgezeichnet.
Die Schauspielerin war gerade 19, als sie Hollywood-Legende Humphrey Bogart (Casablanca, Oscar für The African Queen) begegnete. Sie waren elf Jahre miteinander verheiratet, bis er im Jahr 1957 an Kehlkopfkrebs starb. Die gebürtige New Yorkerin und Bogart hatten zusammen einen Sohn und eine Tochter. Aus Bacalls zweiter Ehe mit Schauspieler Jason Robards stammt ein weiterer Sohn. Bacall – geboren als Betty Joan Perske – war eine Cousine des früheren israelischen Premiers und Präsidenten Shimon Peres (Szymon Perski).
Nach Bogarts frühem Tod zog Bacall von Hollywood zurück nach New York. Dort wurde sie auch in zahlreichen Bühnenauftritten auf dem Broadway gefeiert. Noch in den letzten Jahren trat die Schauspielerin vor die Kamera. Lars von Trier holte sie 2003 zusammen mit Nicole Kidman für das Drama „Dogville“ und 2005 für „Manderlay“ vor die Kamera. Ihren l Paul Schraders „The Walker“ (2007), einem Remake von „Ein Mann für gewisse Stunden“, spielte sie eine ältere Damen, die die Begleitung eines homosexuellen Gigolos schätzt. Bis zuletzt hat sie in kleineren Filmen und für das Fernsehen gedreht, sowie Animationsfilme, wie den oscarnominierten „Ernest & Celestine“ (2013), synchronisiert. Ruhe in Frieden und grüß uns den Bogi! 😉