The Great Wall



Die Daten

Regie: Zhang Yimou | Drehbuch: Carlo Bernard, Doug Miro und Tony Gilroy | Musik: Ramin Djawadi | Kamera: Stuart Dryburgh und Zhao Xiaoding | Schnitt: Mary Jo Markey und Craig Wood

Darsteller: Matt Damon, Pedro Pascal, Tian Jing, Willem Dafoe, Andy Lau, Eddie Peng, Lu Han, Numan Acar, Wang Junkai


Die Story

Auf der Suche nach Schwarzpulver verschlägt es die beiden Europäer William Garin (Matt Damon) und Pero Tovar (Pedro Pascal) auf und in die Chinesische Mauer die alle 60 Jahre von Monstern angegriffen werden.


Die Einleitung

Zhang Yimou (Hero, House of Flying Daggers) kennt sich durchaus aus mit US-Darstellern in seinen Filmen, denn vor The Great Wall drehte er 2011 mit Christian Bale den sehr guten The Flowers of War. Jetzt soll er also nach einem Drehbuch der US-Amerikaner Carlo Bernard, Doug Miro und Tony Gilroy einen Action-Fantasyfilm drehen, bekommt mit Matt Damon, Pedro Pascal, Willem Dafoe sowie Jing Tian und Andy Lau einen namhaften Cast aus englisch- und chinesisch-sprachigen Darstellern, ein dickes Budget und bekommt die krude Mischung aus Fantasy- und Historienfilm nicht wirklich in den Griff. Die Geschichte der beiden Abenteurer William Garin und Pero Tovar ist nicht spannend erzählt und gerade für ein großes Budget sehen die Monster und Kreaturen die immer wieder gegen die große Mauer anstürmen nicht sehr gut aus. Es ist auch ein kruder Mix der nicht wirklich passen möchte und ein menschlicher Feind hätte dem ganzen vielleicht besser zu Gesicht gestanden.


Die Schauspieler

Matt Damon hat zwar mehr zu tun als z. B. Adrian Brody und John Cusack in Dragon Blade, quält sich aber auch mehr oder weniger lustlos durch den Film, während Pedro Pascal und noch viel mehr Willem Dafoe komplett verschenkt sind. Andy Lau kann eigentlich gar nicht schlecht spielen und versucht noch das beste aus seiner Rolle zu machen, während die große Gewinnerin Jing Tian ist. Ihre Commanderin Lin Mae ist das kämpfende Herz und Seele des Films und der einzige Charakter mit dem man mitfühlen kann.


Die Regie, Drehbuch, Kamera, Musik, etc.

Von der Ausstattung opulent und mit farblich sehr interessant unterscheidbaren Kostümen für die chinesischen Soldaten ist The Great Wall tatsächlich von diesem Aspekt aus betrachtet sehenswert, müht sich aber zu sehr mit seinem formelhaften und zuweilen sehr langweiligen Drehbuch ab. Von den kruden Effekten der Monster ganz zu schweigen.


Das Einspielergebnis

In den USA konnte das $150 Mio. teure Werk nur insgesamt $45,2 Mio. einspielen – davon $18,5 Mio. am Start-WE. Im Rest der Welt kamen noch $286,8 Mio. zusammen – von denen alleine $171 Mio. aus China stammten – und spielte damit Gesamt-BO von $332 Mio. ein. In Deutschland kam er auf 461.835 Besucher.


Das Fazit

Ein enttäuschender Mix aus Historien- und Fantasyfilm in dem nur die wenigsten Zutaten wirklich zünden wollen und ein lustloser Hauptdarsteller und eine langweilige Erzählung können nicht von schönen Kostümen und vielen Effekten gerettet werden.

Dieser Eintrag wurde veröffentlicht in Filme, Reviews. Fügen Sie den permalink zu Ihren Favoriten hinzu.
  • kaik

    Da bin ich etwas gnädiger, 5/10 – ist bei mir die Kategorie “Wenn es sich nicht vermeiden lässt, guck ihn.”

    Aber deine Kritikpunkte stimmen alle.

  • Patrick

    Gut, dass ich auf mein Bauchgefühl gehört habe und mir nicht mal kostenlos im Kino angeschaut habe. Werde ich nach Deiner Kritik auch nicht mehr tun! Danke für die Warnung!