Meine Filmwoche: 13.01.2014 – 19.01.2014



R.E.D. 2 (OT: Red 2)

Ich kann es einfach nicht verstehen, warum Robert Schwentke diesen Film nicht machen wollte und stattdessen Dean Parisot (Galaxy Quest – Planlos durchs Weltall) das Ruder übergeben hat. Denn während Schwentke den Rohrkrepierer R.I.P.D. drehte, vollbrachte Parisot das Kunststück den launigen R.E.D. im Nachfolgern noch launiger zu machen. Denn der zweite Teil nimmt sich noch weniger ernst, die Action ist noch verrückter, die Sprüche noch cooler und dunkler, der Cast um Bruce Willis, John Malkovich, Mary-Louise Parker und Helen Mirren haben noch mehr Spaß und auch die Neuzugänge Catherine Zeta-Jones, Byung-hun Lee und der wunderbare Sir Anthony Hopkins fügen sich nahtlos in diesen Spaß mit ein. Wenn ich es nicht besser wüsste, würde ich meinen, dass Jon Turteltaub die wilde Jagd durch Paris, Moskau und London in Szene gesetzt hat.


USA – 2013 – 1 Std. 57 Min.
Regie: Dean Parisot
mit Bruce Willis, John Malkovich, Mary-Louise Parker, Catherine Zeta-Jones, Byung-hun Lee, Anthony Hopkins und Helen Mirren
Genre: Action, Komödie


As I Lay Dying

Es ist kein seichter Film, den James Franco als Regisseur, Drehbuchautor und Darsteller den Zuschauern serviert. Aber wie er es geschafft hat, den eh schon schweren Roman von William Faulkner auf die Leinwand zu bringen nötigt einem schon Respekt ab. Konsequent setzt Franco auf Split-Screen und filmt stellenweise die gleiche Szene in der gleichen Sekunde aus zwei verschiedenen Blickwinkeln. Wer damit schon Probleme hat, sollte sich das Familien-Drama gar nicht erst antun. Wer sich aber drauf einlässt, bekommt einen sehr interessanten Western mit einem brillanten und im O-Ton kaum zu verstehenden Tim Blake Nelson, sowie schonungslosen Momentaufnahmen einer tief konfliktbeladenen Familie, dessen Probleme nach und nach sichtbar werden.


USA – 2013 – 1 Std. 50 Min.
Regie: James Franco
mit James Franco, Logan Marshall-Green, Danny McBride, Tim Blake Nelson, Ahna O’Reilly, Beth Grant, Jim Parrack, Jesse Heiman und Scott Haze
Genre: Drama


Hot Shots! Die Mutter aller Filme (OT: Hot Shots!)

Was waren das für schöne Zeiten, als man über Charlie Sheen noch lachen konnte und Jim Abrahams auf dem Komödien-Thron saß, bevor er sich mit seinem bis dato letzten Film Mafia! – Eine Nudel macht noch keine Spaghetti! sein eigenes Filmgrab schaufelte. Hot Shots! Die Mutter aller Filme ist und bleibt einer der besten Parodien aller Zeiten, mit Sprüchen für die Ewigkeit (“Schon mein Fluglehrer sagte: Hebe nie ab vom Acker ohne deinen Tacker.”) und um ganz ehrlich zu sein: Er ist besser gealtert als Top Gun, der inzwischen selber etwas komisch wirkt; nur halt unfreiwillig.


USA – 1991 – 1 Std. 24 Min.
Regie: Jim Abrahams
mit Charlie Sheen, Cary Elwes, Valeria Golino, Lloyd Bridges, Jon Cryer, Kevin Dunn, Kristy Swanson und Bill Irwin
Genre: Komödie, Action

Dieser Eintrag wurde veröffentlicht in Filme, Meine Filmwoche, Reviews. Fügen Sie den permalink zu Ihren Favoriten hinzu.
  • Patrick

    AS I LAY DYING klingt gut, ist an mir total vorüber gegangen! Direkt DVD oder wie?

    • Jap. Ist direkt in die Videotheken und den Verkauf gekommen. Wäre aber auch im Kino gnadenlos gescheitert.