Orphan – Das Waisenkind (OT: Orphan)

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Wirklich gelungener Film, der mit Raffinesse und einer ordentlichen Portion Spannung, den Zuschauer an den Bildschirm fesselt.

Als ich den Trailer zu dem Film sah, dachte ich mir, ok sieht interessant aus, schau ich mir mal an – aber wirkliche Erwartungen hatte ich an diesen Film nicht.. und ich glaube, das ist das Beste was einem passieren kann:

Der Film fängt recht harmlos mit einem jungen Ehepaar an, welches eine Fehlgeburt ihres dritten Kindes erleiden. Um den Schmerz zu verarbeiten, adoptieren sie daraufhin ein junges Mädchen namens Esther ,aus einem Waisenhaus, welches schon zu Beginn etwas merkwürdig durch ihre Kleidung wirkt, jedoch sehr gut erzogen und ziemlich begabt. Nach und nach geschiehen merkwürdige Dinge im Leben der kleinen Famillie, zum einen löst sich plötzlich die Bremse des Autos, obwohl dort noch die kleine Tochter der Famillie sitzt, oder ein Mord am Haus, zudem findet die Ehefrau heraus, dass die Vergangenheit der kleinen Esther anders ist, als ihr zunächst geschildert wurde…..

Wer Filme mit überraschenden Wendungen mag, dem kann ich Orphan nur empfehlen.

Kein Film der leicht vorherzusehen ist, es kommt wirklich anders als man denkt und ich glaube ich liege richtig damit, wenn ich sage: Niemand wird darauf kommen, was es letztlich mit dem Waisenkind auf sich hat; – welches übrigens grandios, von der damals 12 jährigen  Isabelle Fuhrman gespielt worden ist (heute bekannt durch die Rolle in “Tribute von Panem”)

Ich vergebe nur 6,5 von 10 Punkten, da der Film zum Schluß ein wenig ! langatmig wird.


USA – 2009 – 2 Std. 5 Min.
Regie: Jaume Collet-Serra
mit Vera Farmiga, Peter Sarsgaard und Isabelle Fuhrman
Genre: Horror, Thriller

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  • Patrick

    Stimme hier auch wieder vollkommen Luisas Rezension zu, sowohl inhaltlich als auch von der Wertung. Das Potential wurde schon ganz gut ausgeschöpft, ein Meisterwerk des Genres ist es leider nicht geworden, aber für einen Gruselabend doch geeignet.

  • Heiko

    So, hab den gestern auch das erste Mal gesehen und bin zutiefst begeistert.
    Ich dachte immer das wäre auch nur wieder so ein 08/15-Psycho-Horror a la "Fall 39" wurde aber eines besseren belehrt.
    Zum einen war es mal angenehm, dass es auch ohne übernatürliche Elemente geht und zum anderen war der auch wirklich spannend und recht innovativ.
    Richtig fasziniert war ich übrigens von der Leistung von Isabelle Fuhrman. Die Kleine ist der absolute Hammer. Die war beim Dreh erst max. 12 und liefert schon so eine nuancenreiche Performance ab (insbesondere wenn man an den Twist vom Ende denkt und wie die Rolle dann auf einmal in nem ganz anderen Licht erscheint). Grandios. Ich hätte sie dafür sogar gerne auf der ein oder Nominiertenliste bei den großen Film- und Kritikerpreisen gesehen.
    Alles in allem ist der Film bei ne glatte 9/10. Eine absolut positive Überraschung und womöglich sogar einer der besten Filme seines Genres. Ein schlimmers Gör gab es m. E. seit "Infam" oder "Das Omen" nicht mehr. 😉