Tammy – Voll abgefahren (OT: Tammy)

Tammy

Was für ein beschissener Tag denkt sich “Tammy“, erst nimmt sie einen Hirsch auf die Kühlerhaube, dann wird sie, weil sie deswegen zum wiederholte Male zu spät zur Arbeit kommt, auch noch im Fast Food-Restaurant gekündigt und kommt daher früher nach Hause und erwischt ihren Mann beim Fremdgehen. Da kann man schon mal beschließen die Koffer zu packen und die Stadt zu verlassen. Unfreiwillig geschieht dies auch noch mit ihrer Oma im Gepäck und zusammen begeben sie sich auf einen chaotischen Roadtrip, dessen Ziel die Niagara-Wasserfälle sind.

Die Titelrolle spielt Melissa McCarthy, die hier wieder ihre gewöhnliche komödiantische Rolle spielt, wie man sie aus ihren anderen Filmen kennt. Mit ihr steht und fällt der Film. Wer sie nicht leiden kann, sollte den Film meiden, ansonsten bietet er kurzweilige Unterhaltung ohne großen Nährwert, auch wenn die Komödie ab der zweiten Hälfte sentimentalere Töne anschlägt. Neben McCarthy, die hier auch als Ko-Autorin fungiert, spielen Susan Sarandon als verrückte Großmutter, Toni Collette, Kathy Bates, Sandra Oh, Allison Janney und Dan Aykroyd in mehr oder minder großen Rollen mit. Doch lieber kann die Besetzung nicht von der nur mäßig und selten richtig lustigen Handlung ablenken, man hätte mehr Ideen und Überraschungen erwartet. In der Mitte des Filmes droht das Werk sich sogar kurzzeitig in Langatmigkeit zu verlieren, doch mit Kathy Bates und Sandra Oh als lesbisches Paar mit Hang zu exzentrischen Gartenpartys, gelang es dies zu umschiffen.

Für einen Filmabend Zuhause in Ordnung, ins Kino muss man für das Werk allerdings nicht. Im Kosmos unzähliger Filmkomödien, die auch mal unter die Gürtellinie zielen ist dieser aber durchaus noch annehmbares Mittelmaß, an den McCarthy-Vorgänger THE HEAT kommt er allerdings bei nicht heran, der war nämlich überraschend gelungen.


USA – 2014 – 1 Std. 37 Min.
Regie: Ben Falcone
mit Melissa McCarthy, Susan Sarandon, Allison Janney, Kathy Bates, Sandra Oh, Dan Ackroyd, Toni Collette
Genre: Komödie

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