Original vs. Remake: Stephen Kings ES

© Warner Bros. Entertainment

Mit ES kommt endlich eine Romanadaption ins Kino, bei dem sich mal ein Remake lohnt. Schon seltsam, dass es 27 Jahre gedauert hat, dass sich wieder Jemand an den über 1000-Seiten langen Schinken von Autor Stephen King wagt. Vor allem wenn man bedenkt, dass es bislang lediglich eine TV-Adaption des Buches gibt und diese meist eher belächelt wird.

Nun schreiben wir das Jahr 2017 und ES startet erneut, dieses Mal auf der großen Leinwand, und hat in den USA so einen fulminanten Start hingelegt, wie es bisher noch keinem Horrorfilm gelungen ist. Zeit einen Vergleich zu ziehen! Was kann das Original, was kann das Remake? Hier erfahrt ihr es…

Stephen Kings ES (1990)

© Warner Bros. Television

In der Kleinstadt Derry gehen seltsame Dinge. Kinder verschwinden und tauchen gar nicht oder nur stark verstümmelt wieder auf. Die Erwachsenen scheinen von dem Terror, welches vor allem die Kinder der Stadt heimsucht nichts mitzubekommen. Im Fokus von Stephen Kings ES stehen sieben Kinder: Der asthmatische Eddie, der übergewichtige Ben, der zynische Jude Stan, das Großmaul Richie, der farbigen Mike, die Zopflise Beverly und der stotternde Bill, famos verkörpert vom damaligen Kinderstar Jonathan Brandis, dessen Bruder Georgie brutal ermordet wurde. Allesamt sind sie Außenseiter, die von einer Kreatur verfolgt werden, die in Gestalt ihrer größten Ängste auftritt und den die Kinder ES nennen, weil sie keinen Begriff für das kennen, was sie heimsucht.

Alle Erscheinungen haben den diabolischen Clown Pennywise gemeinsam, der immer wieder in Erscheinung tritt und sich in das popkulturelle Gedächtnis eingebrannt hat. Aber nicht nur der Horrorclown tyrannisierte die Kinder, sondern ein älterer Junge namens Henry Bowers, der es auf den selbst ernannten “Club der Verlierer” abgesehen hat.

Das gerade die Bezeichnung der vermeintlichen Schwäche, zu deren Stärke avanciert, hat mich schon als Kind sehr beeindruckt und geprägt. Ich kann nur noch raten wie oft ich die für das Fernsehen adaptierte Version des Stephen King Kultromans gesehen habe und auch eine erneute Sichtung für den direkten Vergleich mit der 2017er-Version ließ mein Herz wieder aufblühen.

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Nicht wegzudiskutieren sind allerdings die teils schon arg mangelhaften Spezialeffekte, doch diese sind bei mir hier noch nie so richtig stark ins Gewicht gefallen, denn zu viel macht Regisseur Tommy Lee Wallace richtig: Die Zeitebenen zwischen der Gegenwart 1990, in dem sich eine quer durch das Land verstreute Gruppe Erwachsener aufgrund eines Schwurs nach 27 Jahren wieder vereinigen will und der aufbauenden Freundschaft der sieben Außenseiter klappt dank nostalgischem Coming-of-Age-Porträt und Übertragung der Narben und Traumata der Vergangenheit auf die Figuren der Gegenwart beachtlich und mündet im erneutem Kampf mit dem übernatürlichem Wesen. Keinen geringen Anteil an der Atmosphäre trägt auch die mit einem Emmy ausgezeichneten Filmmusik von Richard Bellis bei.

Betrachtet man den Zweiteiler einmal getrennt voneinander muss man schon zugeben, dass der erste Teil narrativ deutlich dichter ist und der eher schwache Schlusskampf bei weitem nicht mit der ersten Konfrontation in der Kanalisation mithalten kann. Hier ist definitiv noch viel Potential und Luft nach oben für eine Neuauflage. Trotz dieses großen Mankos wird die TV-Version wohl immer einen festen Platz in meinem Herzen haben, vor allem wegen der Chemie der Jungdarsteller und Tim Currys überlebensgroßer Darstellung von Pennywise, auch wenn er nicht immer furchteinflößend wirkt, ist sein zynisch-diabolisches Spiel einfach herrlich anzusehen und sein “Line-Reading” anbetungswürdig, so dass sich jeder Horrorclown mit ihm bis heute messen lassen muss und das wird ihm wohl nie wieder Jemand nehmen können.

USA 1990 – 192 Minuten
Regie: Tommy Lee Wallace
Genre: Horror, Thriller
Darsteller: Tim Curry, Jonathan Brandis, Brandon Crane, John Ritter, Richard Thomas, Dennis Christopher, Harry Anderson, Emily Perkins, Seth Green, Adam Faraizl, Annette O´Toole, uva.

 

ES (2017)

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Das war er nun, die lang erwartete Neuadaption des Kultromans. Wenn man der ersten Adaption vorwirft, dass er nicht dem Buch gerecht wird, sei hier verraten, dass die 2017-Version von Regisseur Andy Muschietti sich nur lose an den Ereignissen von Stephen King bedient. Fangen wir mit dem Positiven an: Georgie und Bill kriegen eine stimmige Einführung, die Kamera weiß auch zu gefallen – bis dahin also alles im Lot! Und dann kommt sie auch schon, die berühmte Szene mit dem Boot aus Zeitungspapier. Doch was ist das: Ist das Papierboot animiert? WTF – wieso? Ist das wirklich nötig? Na gut drauf geschissen, wer wird denn so kleinlich sein. Georgies Boot fällt in “freudiger” Erwartung durch den Gully in den Kanal – nun wird Pennywise gleich erscheinen und den Ton des Films angeben und tatsächlich erblicken wir Sekunden später zum ersten Mal Bill Skarsgard als Kindermordenden Clown, der ihm von Anfang an eine bedrohlichere Aura verleiht als Tim Curry im “Original”, ob man das nun gut findet oder nicht sei dahingestellt.

Warum Georgie angesichts der fiesen Neuinterpretation nicht gleich das Weite sucht ist unverständlich, aber man will ja optimistisch bleiben, doch wenn in der TV-Adaption Pennywise den Arm vom Jungen ergreift und in seinen messerscharfen Schlund zieht, dann blendet die Kamera respektvoll weg und lässt den brutalen und unvermeidlichen Fortgang im Kopf des Zuschauers passieren – aber natürlich nicht im Jahr 2017! Das Publikum will Blut fließen sehen und Hollywood ist bereit es ihm zu geben! Jede Menge sogar, denn so ein Mord ist grausam und scheußlich anzusehen. Damit kann ich sogar noch Ad Akkord gehen, doch warum muss man so schlechtes CGI verwenden, dass jeder Horror im Keim erstickt wird? [Vergleicht hierzu auch auf Youtube die beiden Szenen bei Bedarf!]

Fahren wir weiter vor, die Protagonisten und Antagonisten werden eingeführt. Das wird schon. Doch weder Henry Bowers, noch die Kinderfiguren kriegen eine ordentliche Motivation für ihr Handeln zugeschrieben, noch tiefergehende Charakterzüge. Richie sorgt zwar für einige Lacher, doch diese beschränken sich im Grunde nur auf ein paar Schwanzwitze. Beverly, Ben und Bill bekommen zwar etwas mehr Profil verpasst, aber so richtig stimmen will die Chemie zwischen den Kids nicht. Zudem verpasst es Andy Muschietti die Freundschaft zwischen den “Verlierern” glaubhaft zu vermitteln und das ist einer DER Dreh- und Angelpunkte für den Erfolg dieser Adaption.

Kommen wir zum Look: Der ist unverkennbar der Hitserie “Stranger Things” nachempfunden, auch schon allein wegen der Besetzung von Finn Wolfhard, der seine untypische Rollenbesetzung als Richie passabel meistert. Die meisten Settings spielen mitten auf der Straße oder in dem unheimlichen Haus ab, wo das erste Mal Eddie auf Pennywise trifft. 80er Jahre-Feeling kommt trotz musikalischer Referenzen nur selten auf und auf die großartigen Szenen in der Kanalisation wartet man leider auch vergebens.

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Kommen wir aber nun zum größten Problem von ES:  Die Besetzung von Skarsgard als Pennywise, der nie unheimlich, sondern eher albern wirkt und nicht zu unterhalten versteht. Wo Tim Curry seiner Figur Ecken und Kanten vermittelt und es genießt den Kindern Angst und Schrecken zu verbreiten, wird hier Pennywise so sehr mit CGI-Effekten beladen, dass mich jeder Auftritt immer wütender und enttäuschter werden ließ.

Leider könnte ich noch lange so weiter machen, doch dann nehme ich wohl dem letzten die Vorfreude auf den Film. Wenn man weder den Roman, noch die TV-Adaption kennt, dann könnte man den schon solide finden, erging Freunden von mir auch so, doch wenn man versteht wieviel Potential diese Geschichte beinhaltet, dann ist dies ein filmisches Desaster auf ganzer Linie. Selten habe ich so wütend einen Kinosaal verlassen. Statt Grusel gab es hunderte von Jump-Scares – der billigsten Art zu Erschrecken – und Kubikliter von Kunstblut und wie schon erwähnt jede Menge schlechte Spezialeffekte. *gähn* Vor allem die letzte Schlacht, die ich vom Aufbau so liebe, wird jeglicher Spannung und Legitimation für eine Fortsetzung beraubt. [Spoiler: Oder warum sollten die Kinds bzw. die Erwachsene je wieder Angst vor Pennywise haben, wenn sie es geschlossen nicht mehr hatten und so Pennywise bezwingen konnten?]

Dass der ursprüngliche Regisseur Cary Fukunaga mitsamt seinem Drehbuch 3 Wochen vor Drehbeginn das Projekt wegen kreativer Differenzen verlassen hatte, sollte schon zu denken geben. Auch wäre der von Natur aus verschroben aussehende Will Poulter sicherlich eine bessere Wahl gewesen, doch die Studiobosse von Hollywood wollten anscheinend keine würdige Romanadaption liefern, sondern haben vermutlich nur das Geld gesehen, welches ES auch gerade nach dem fulminanten Start einspielt. Das da Kreativität und Huldigung an Kings Arbeit auf der Strecke bleiben, hat dieses Jahr auch schon “Der dunkle Turm” erfahren müssen, der wurde aber wenigstens Konsequent verrissen und ist kolossal an der Kinokasse gefloppt. Das bei dieser ES-Adaption aber überwiegend positive Stimmen zu hören sind, ist mir schlichtweg unbegreiflich und hoffe, dass ihr einen etwas kritischeren Blick riskieren werdet oder am besten gleich eine Petition für eine 10-teilige Mini-Serie startet, denn nur so kann man vermutlich den riesigen Wälzer Würde erweisen.

Das ich am Ende doch noch 3 von 10 Punkten gebe ist lediglich dem Respekt gegenüber einer, wenn nicht meiner Lieblingshorrorfigur und dem hohen Potential der Geschichte geschuldet und dass es dann doch die ein- oder andere solide Szene gab. Im direkten Vergleich erstrahlt die gar nicht mal so perfekte TV-Adaption allerdings im neuen Glanze. Bleibt wirklich zu hoffen, dass wir nicht wieder 27 Jahre warten müssen bis ES uns erneut versucht in sein Todeslicht zu führen. Das darf es einfach noch nicht gewesen sein!

USA 2017 – 135 Minuten
Regie: Andy Muschietti
Genre: Horrorfilm / Splatter
Darsteller: Bill Skarsgard, Finn Wolfhard Sophia Lillis, Wyatt Oleff, Jeremy Ray Taylor, Jaeden Lieberher

 

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  • kaik

    Das verblüfft mich jetzt sehr. Ich fand das Remake absolut gelungen, toll inszeniert und ich habe seit langem keinen solchen atmosphärischen Coming-of-Age-Filme gesehen mit so beeindruckenden Jungdarstellern.. 8/10 von mir. Kommt in manchen Teilen fast an Stand by me ran.

    Pennywise ist im Remake einfach ein Monster, stinkt natürlich gegen den TV-Film ab, aber ich mochte die Inszenierung sehr.

    Aber über Geschmäcker lässt sich nicht streiten.

  • Patrick

    Ich finde Muschietti macht es sich leichter, indem er die Parallel laufenden Abschnitte der Protagonisten als Kinder und Erwachsene separiert! Kann er natürlich machen, aber damit entfernt er sich sehr von der literarischen Vorlage und verzichtet auf direkte psychologische Effekte, was ich sehr schade finde. Diese Erzählart hat den großen Reiz des Buches ausgemacht und die TV-Fassung ist derer gefolgt, für mich da 1:0 für die TV-Fassung.

    Ich habe nichts gegen Brutalität in Filmen, aber in der Neuverfilmung wirkt das alles zu sehr drüber und dank der wirklich erschreckend schlechten CGI unfreiwillig komisch. Da aber auch die alte Verfilmung dieses Problem hatte vergebe ich hier eine Punkte. Allerdings muss ich an dieser Stelle erwähnen. dass die schlechten Effekte mich bei der TV-Fassung nie so sehr aus dem Film gerissen haben wie in der neuen Adaption.

    Der Roman ES ist Gesellschaftsportät und Horrorgeschichte zugleich und behandelt Themen wie Ausgrenzung, sexuellen Missbrauch, Ausgrenzung, Rassismus und Mobbing. Das Buch geht hier weiter. Beide Filme deuten diese Themen an. Homosexuelle Handlungen wie es im Buch der fall ist werden bei beiden Filmen ausgespart. Das die Erwachsenen von alledem nicht viel mitbekommen bzw. diese Themen verdrängen kamen für mich im ernsten Film viel deutlicher rüber, als sich viele Erwachsene von den hilfesuchenden Kindern abwendeten und in ihr Haus gehen.

    Die Sexszene in der Kanalisation aus Kings Roman wurde bei beiden Filmen weggelassen. Cary Fukunaga hatte diese als einziger geplant. Ich bin hier zwiegesalten. Natürlich will man sowas aufd er Leinwand nur sehen wenn man pädophil veranlagt ist, denn die Protagonisten sind ja alle um die 12-13 Jahre alt. Der Hintergrund dieser Szene ist allerdings diese, dass Beverly den Gruppenzusammenhalt nach dem ersten großen Kampf damit wieder zu festigen versucht, als die Gruppe sich froht zu entzweien. Über das Mittel lässt sich streiten. Da scheint es ganze literarische Diskussionen zu zu geben, aber wenn man werkgetreu erzählen will, dann hätte man diese vielleicht andeuten sollen. Ich gehe davon aus, dass dies Cary Fukunaga getan hätte. Explizite sexuelle Handlungen hätten hier aber definitiv mehr schaden angerichtet als sie wegzulassen. Ich kann man mit dem Verzicht also durchaus leben, da man diese sicher anders interpretiert hätte.

    Das Liebesdreieck zwischen Ben, Beverly und Bill wird in beiden Filmen nur sporadisch behandelt. Im Roman nimmt sie einen viel größeren Rahmen ein. Was ich hier an der ersten Version deutlich besser finde ist der respektvolle Umgang von Bens Gefühlen zu Beverly. In der neuen Adaption ist es Ben, der Beverly durch einen Kuss befreit. Leider wirkt diese Szene total deplatziert und total drüber. 2:0 für die TV-Version.

    Im Buch wird Geprgies Leiche gefunden. In der 1990er-Fassung ist dies auch der Fall. In der von 2017 wird Georgies Leiche nie gefunden, was ich aber neutral bewerte, denn auch dies hat seinen Reiz, weil Bill hier ein klares Motiv bekommt: Die Suche nach seinem vermissten Bruder!

    Stephen King hat den “Hauptsitz” von ES in der Kanalisation in der grünen und wilden Landschaft Maines angesiedelt. Hier hält sich TV-Adaption größtenteils dran, während Muschietti den Zugang unter einem verfallenen Haus ansiedelt, die mitten in der Stadt liegt. Vermutlich als Synonym dafür, dass “das Grauen” mitten unter uns weilt. Hat beides seinen Reiz. Allerdings ist mir der direkte Weg in die Kanalisation lieber, vor allem wenn man bedenkt wie Henry Bowers und seinen Anhängern von ES heimgesucht werden. Hier bekommt der Zuschauer einen Vorgeschmack darauf, was den “Club der Verlierer” erwarten wird. Ein großartiger Handgriff, welcher 2017 ausbleibt.

    Kommen wir zu guter Letzt zu den Erscheinungsformen von ES. Die sind Zeitgemäß angepasst worden. Die Kinder früher hatten vor anderen Dingen Angst als heutzutage. Gehe ich mit konform. Glänzt hier die TV-Adaption allerdings mit guter Maske, kommt hier alles aus dem Computer. Wäre dies nicht so sichtbar könnte ich damit Leben, aber hier wirken 99% der Figuren einfach nur Lächerlich und gar nicht furcheinflössend. Vom Finalen Kampf ganz zu schweigen. Da gab es eine richtieg Vorbereitung seitens der Kinder, in der herausgehoben wurde wie wichtig der Zusammenhalt der Sieben und im speziellen die Funktion von Beverly als Schützin ist. Um Zwei Stichworte zu liefern: “Das ist Batteriesäure Du Saukerl!” und das auströmende Todeslicht aus dem aufgeplatzten Schädel von Pennywise. Dieser epische Kampf fehlt 2017 gänzlich. Stattdessen bekommen wir jede Menge Gewalt und CGI. Nicht jeder Effekt ist an dieser Stelle schlecht, aber das alles am Computer entstand lässt sich nicht verbergen, so dass sich bei mir keine Sekunde Angst eingestellt hat. 3:0 für das Original.

    Weitere Punkte bekommt die TV-Adaption von mir durch die Chemie der Jungdarsteller und wie sich Pennywise zurückgezogen hat. [Spoiler: In der neuen Version frage ich mich tatsächlich wie die Kinder oder später diese als Erwachsene jemals wieder “Angst” verspüren werden, wenn sie Pennywise das Fürchten gelehrt haben und ihn so bezwingen konnten.]

    Weitere Meinungen?

    • kaik

      Deine Meinung ist ja legitim. Ich sehe die Effekte als gekonnt an (besonders Badezimmer- und Dia-Szene) und sehe die Beschränkung aufs Kindesalter als DEN Pluspunkt des Films; so entsteht ein dichtes Jugenddrama mit ES als Beiwerk (dort fand ich zum Beispiel die Einführung der Figur erschreckend toll und besonders die “Aus-dem-Kühlschrank”-Szene genial).

      Alles in allem eine 8 – der Original kriegt von mir 8,5.

      Aber wir können hier ewig diskutieren. Die meisten Kririker sind begeistert und der Film ist ein Blockbuster.

      Da ist unsere Meinung nur Tropfen in der Kanalisation.

  • Nadine

    Also 3 Punkte würde ich der Verfilmung niemals geben. Bei mir bekommt er 8 von 10. Ich sehe den Film als einzelnes Teil und vergleiche nicht komplett alles mit dem Original. Ich finde man geht in dem Film sehr gut auf die Kinder ein und diese stehen auch im Vordergrund. Anders als im Original. Da geht es mehr um ES 😉

    Also ES wurde für mich sehr gut gespielt. Das mehr Effekte drin sind, damit war zu rechnen. Doch finde ich nicht, dass diese ES schaden. Bill spielt ihn glaubhaft und auf seine Weise. Und das finde ich toll.

    Auch wenn einige den Mord an Georgie nicht direkt hätten sehen wollen und müssen fand ich es nicht als unangemessen. Es war hart ja. Doch für mich war es eher so das man noch mehr sieht wie grausam Pennywise sein Opfer verfolgt und dann frisst. Natürlich wurde auch hier nicht mit Effekten gespart. Doch diese passten sehr gut rein. Beim Original hab ich mir damals eher gewünscht “mehr” zu sehen….

    ES damals war eine klasse Verfilmung und ich werde sie auch immer mögen.
    Doch auch die Neuverfilmung weiß zu punkten und mir hat der Film richtig Spaß gemacht.

    Angst hatte ich nicht wirklich.
    Doch die hatte ich beim Original auch nicht 😀

    Für mich ist ein es sehenswerter Film und ich finde man sollte nicht jedes Detail mit dem Original vergleichen, sondern jeden Film im Ganzen betrachten und da mag ich einfach beide total gerne. Jeder Film hat seine Stärken und seine Schwächen.

    Der neue Pennywise ist mehr Psycho irgendwie. Zu sagen bei dem alten ES wäre man am Gulli stehen geblieben, weil man weniger Angst gehabt hätte und so ist Quatsch. Ich wäre bei keinem von beiden geblieben hehe

    Für mich ein toller Film, den ich gerne noch einmal sehen möchte 👍😊

    • kaik

      Danke für deine Unterstützung 🙂 Ich habe bei quotenmeter ein Fazit gelesen, das ich gut unterschreiben kann.

      “Der neuen Verfilmung von Kings Bestseller «Es» wäre damit Unrecht getan,
      würde man sie lediglich auf ihr Dasein als Horrorschocker reduzieren.
      Andy Muschietti gelingt ein feinfühliges Coming-of-Age-Drama über innere
      Dämonen und die Ängste des Erwachsenwerdens, garniert mit einer
      ordentlichen Prise Gruselhorror, starken Effekten und einem Club der
      Verlierer, in den man sich auf Anhieb verliebt.”

      Aber bei imdb ist von 0/10 bis 10/10 alles dabei – der Film polraisiert halt; wird ihm nicht schaden.

      • Patrick

        Man kann alles sagen, aber die Effekte waren ja wohl größtenteils MISERABEL – ich bitte Euch! Aber schön, dass der Film polarisiert! Ich hätte jetzt aber auch gerne wieder eien kritische Meinung, denn ich weiß die gibt es nicht nur von meiner Seite aus her!

        • kaik

          Die Effekte waren doch gut – SPOILER das Gebiss am Arm war gut gemacht und die Dia-Szene, in der er so groß aus der Leinwand rauskommt, wurde mit einem Miniaturmodell der Garage gedreht. Also nix: Scheiß CGI.

          Du redest dich da in Rage – im Scheiße-finden. 🙂

          • Patrick

            Die ganzen Zähne waren total albern animiert! Da kam außer Kopfschütteln bei uns in der Reihe nichts rüber – sorry about it!