HORRORCTOBER 2017: Friedhof der Kuscheltiere | Friedhof der Kuscheltiere II | Der Rasenmähermann


Wie einige anderen Filme aus der zweiten Reihe der Stephen King-Verfilungen (Christine, Running Man, Zimmer 1408) ist auch Friedhof der Kuscheltiere ein guter Genrevertreter mit einigen schönen Schockmomenten und bei dem vor allem Dale Midkiff und Fred Gwynne schauspielerisch überzeugen können. Ein würdiger Kandidat für einen gemütlichen Filmabend oder den bekannten Sonntag-Nachmittag auf dem Sofa.


Im Vergleich zu Friedhof der Kuscheltiere mit einigem mehr an Splatter versetzt, funktioniert er als Film sogar noch einen Ticken besser als der manchmal etwas zu gemächtliche Vorgänger. Edward Furlong spielt nach Terminator 2 – Tag der Abrechnung mit Jeff fast wieder die gleiche Rolle und ist damit auch das schwächste Glied in der Kette, denn sowohl Jared Rushton als Bully, Anthony Edwards als Vater von Jeff in einer schönen Pre-Emergency Room-Rolle, als auch Jason McGuire in seiner ersten Filmrolle überhaupt spielen Furlong locker gegen die Wand. Durch die Wand hindurch hämmert ihn dann ein fantastischer Clancy Brown als Sheriff Gus Gilbert der nach und nach immer wahnsinniger wird und sich fast in Kurgan-mäßigen Höhen aufschwingt. Mit einem anderen Hauptdarsteller wäre also durchaus ein richtig fieser und dabei überzeugender Film herausgekommen. So bleibt eine Steigerung zum Vorgänger, die aber durchaus höher ausfallen hätte können.


Der Rasenmähermann – der nichts mit der Kurzgeschichte von Stephen King zu tun hat und eigentlich Cyber God heißen sollte – ist unter dem Strich kein guter Film und doch bekommt es Brett Leonard mit Jeff Fahey und Pierce Brosnan irgendwie hin einen ganz eigenen Charme zu vermitteln. Die eigentliche Geschichte ist ein wenig zum Augenrollen, aber an den Szenen in der virtuellen Welt kann man aus heutiger Sicht – und dem Wissen dass der Film halt von 1992 ist – durchaus sein Vergnügen haben.

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  • Patrick

    Bitte bedenken, dass es durchaus ältere Filme gibt, denen man seine ältere Machart nicht ansieht und mit den heutigen Filmen inszenatorisch durchaus locker mithalten können, inhaltlich ganz zu schweigen. Aber nun gut…

    Ich mag Friedhof der Kuscheltiere echt gerne. Müsste den nochmal sehen, aber 7/10 kriegt der von mir locker. Idee ist toll und der hat mich als Kind und Heranwachsener schon ordentlich verstört und fasziniert. 😉 Den könnte man aber nochmal neu machen, es sei denn es kommt so ein halbgares Zeugs wie bei ES heraus! 😉

  • Stefan T.

    Ich würde “Friedhof der Kuscheltiere” als äußerst gelungene, rundum verstörende Romanverfilmung sogar 8/10 geben. Die “Kinderszenen” sind nach wie vor wirklich nichts für schwache Nerven!

    Die Fortsetzung fand ich dagegen – soweit ich mich recht erinnere – auf fast allen Ebenen misslungen. Da wurde einfach nur plumpe Brutaliät geboten und die Sterbenden waren mir nach und nach ziemlich egal, da diese so eindimensional und dermaßen mies gespielt worden sind.