Ein Jahresrückblick: Meine Top 25 des Filmjahres 2015

Die Besten Filme 2015

Nachdem Stephan und Joschi ihre Top-Filme des Jahres bereits aufgelistet haben, kann ich mir natürlich nicht nehmen lassen auch meine Top 25 einmal aufzulisten! 😉

Falls ihr Filme wie Mad Max, Crimson Peak, Black Mass, It follows, Star Wars: Das Erwachen der Macht, Joy, Tribute von Panem: Mockingjay, Spectre, Jurassic World, Bridge of Spies, Fack Ju Göhte 2, Southpaw, Antman, Minions, Cinderella, Avengers, Shaun das Schaf, A most violent Year, Pitch Perfekt 2, oder Ewige Jugend vermissen solltet – doch entweder es waren nur einzelne Aspekte herausragend für mich oder sie haben schlichtweg knapp die Top 25 verfehlt! Spielend wäre sonst auch eine Top 40 möglich gewesen, aber das wäre vermutlich wenig gewinnbringend gewesen!

Basis waren alle deutschen Starttermine in diesem Jahr, auch wenn ich Filme aus Dezember 2014 erst im Januar gesichtet haben sollte oder diese in Deutschland erst in den kommenden Wochen einen offiziellen Starttermin haben, sind diese automatisch nicht zugelassen! Viel Spaß beim lesen, kommentieren und vor allem natürlich beim Anschauen dieser von mir sehr geschätzen Werke!

Platz 25 bis 11
25

MACBETH MAcBeth

In der blutigen Neuverfilmung von Shakespeares berühmtem Theaterstück verkörpern Michael Fassbender und Marion Cottilard die Königsmörder Lord und Lady MacBeth, um selbst den Thron zu erklimmen und anschließend dem Wahn zu verfallen. Der nahezu perfekt inszenierte Film klatscht einem die Originalsprache an den Kopf, liefert verstörende Bilder und bietet zwei überdimensionale Darstellungen von den vielleicht zwei besten Darstellern unserer Zeit. Der One Shot-Monolog von Cottilard ist schon alleine eine Sichtung Wert, auch wenn die Dialoge höchste Konzentration erfordern.


24

LOVE & MERCY LOVE & MERCY

Das ungewöhnliche Biopic erzählt die Geschichte von Brian Wilson, dem kreativen Mastermind der Beach Boys, der tausenden Stimmen im Kopf hat, dem Wahnsinn verfällt und versucht ins Leben zurück zu kommen. Geschildert wird diese in zwei Zeitebenen, dargestellt von Paul Dano und John Cusack, der seit einem guten Jahrzehnt nicht mehr so gut gespielt hat wie hier und nur von Danos Darbietung getoppt wird. Auch Elizabeth Banks, sowie der gelungene Retrolook und die überraschend vielschichtigen Songs wissen zu überzeugen.


23

A GIRL WALKS HOME ALONE AT NIGHT A GIRL WALKS HOME ALONE AT NIGHT

In dem ungewöhnlichen iranischen Regiedebüt streift eine einsame Vampirin durch eine Geisterstadt, in der Taschendiebe, Prostituierte und Zuhälter die Straßen durchstreifen und Jagd auf diese macht. Als sie jedoch auf eine weitere gequälte Seele trifft, entwickelt sich eine ungewöhnliche Liebesgeschichte, die durch grandiose Musik u.a. von Kiosk und Radio Tehran und einprägsamen schwarz-weiß Bildern  untermalt werden. Eine kleine Perle, die sich ganz sicher zum Vampir-Klassiker mausern wird.


22

BEASTS OF NO NATION Beasts of no nation

Agu lebt als ganz normaler Junge in Westafrika, wo ein Bürgerkrieg herrscht. Als Milizen seinen Vater umbringen, wird er unfreiwillig in die blutigen Kämpfe involviert, in dem er gezwungen wird sich als Kindersoldat einer Gruppe von Söldnern anzuschließen, die von einem grausamen Kommandanten angeführt wird. Idris Elba spielt diesen mit solch einer Inbrunst, dass er sich berechtigte Hoffnung auf eine Oscarnominierung machen kann. Aber auch Abraham Attuh liefert in seinem Leinwanddebüt eine Glanzleistung ab. Allerdings sollte man den Film wegen der miserablen Synchronisation unbedingt im Original anschauen!


21

WILD TALES – Jeder dreht mal durch!

Der oscarnominierte Beitrag aus Argentinien folgt in sechs wahnwitzigen Episoden seinen Figuren, die vergeblich versuchen ihre Fassung zu bewahren und mal so richtig die Sau herauslassen, sei es bei der eigenen (verdorbenen) Hochzeit, einer Verfolgungsjagd, die aus dem Ruder verläuft, oder einer unliebsamen Begegnung aus der Vergangenheit. Das bei dem ganzen schwarzen Humor einem manchmal das Lachen im Halse stecken bleibt, versteht sich vielleicht von selbst. Herrlich grotesk!

 

20

STRAIGHT OUTTA COMPTON straight outta Compton

Im Biopic wird der Aufstieg und Fall der legendären Rap-Gruppe N.W.A., mit den bekanntesten Vertretern Dr. Dre, Ice Cube und Easy-E geschildert, die Ende der 80er die Pop-Kultur entscheidend mit beeinflusst haben und vom Leben auf der Straße berichteten. Aufgrund der expliziten Texte weigerten sich die Radio- und Fernsehsender rasch ihre Songs zu spielen, doch in der Community wurden sie bereits gefeiert, auch wegen ihrer Bereitschaft sich gegen gesellschaftliche Zwänge zu stellen… Der Film funktioniert hervorragend auf vielen Ebenen; ob als Gesellschaftkritik, als Zeitdokument der Rassenunruhen, Übergriffe der Cops oder das Heuschreckengeschäft der Plattenindustrie und ist zudem noch herausragend gespielt.


19

DER BABADOOK Der_Babadook_A1.indd

Auch wenn uns die Vermarktung Glauben schenken wollte, dass es sich hier um einen Horrorfilm handelt, würde ich ihn als düsteres Drama mit Horrorelementen bezeichnen, welches von einer tragische Familiengeschichte handelt aus der eine Psychose entstanden ist, die sich in der Titel gebenden Figur manifestiert hat. Wer mit dem Wissen in den Film geht, wird mit einem der besten Horrorfilme der letzten Jahre überrascht werden, deren Elemente, mit denen die düstere Atmosphäre geschaffen wird, überragend sind und die psychologische Verfassung seiner Hauptfigur perfekt zu Materialisieren weiß.


18

CODENAME U.N.C.L.E

Zwei Großmächte, eine Verbrecherorganisation mit Atomwaffen,  jede Menge charmanter Retro-Look und glänzend aufgelegte Darsteller, sind die Zutaten von Guy Richies Serienaufleger aus den 60ern, der mehr Erfolg verdient gehabt hätte. Hier wurde original Filmmaterial mit einem fantastischen Soundtrack aus der damaligen Zeit eingefügt, so dass man sich bei dieser Agentenkomödie perfekt in die Zeit zurückversetzt fühlt. Wer die alten Bond-Filme liebt wird hier auf den Fall seine Freude haben!


17

BAYMAX

Neben dem unterschätzten Ant-Man stammt der beste Marvel nicht mal von Marvel, sondern von Disneys Animationsschöpfer – zumindest wenn man unsere Stammschreiber einbezieht. Überzeugt wird hier durch jede Menge  sympathischer Nebencharaktere, wahnwitzige Detailverliebtheit in der Animation, ernsterem Background bezüglich seiner Hauptfigur und jede Menge Herz. Ein verdienter Oscargewinn als „Bester Animationsfilm“ war der Lohn, auch wenn meine Stimme an „Melodie des Herzens“ gegangen wäre.


16

DER GROSSE TRIPDer Große Trip – Wild

Als Zuschauer muss man sich bewusst sein, hier einen Gewaltmarsch von über 1000 Meilen mit ansehen zu müssen, der ziemlich schnell hätte langweilig werden können.  Doch dank dem grandiosen Spiel von Reese Witherspoon, als auch der Kamera, der musikalischen Auswahl, aber vor allem durch die hervorragende Montagearbeit der Cutter, die langsam ihre Motive für ihre Reise offenbaren, ist er es nicht. Besonders die Sequenzen mit ihrer Mutter Bobbi, die von Laura Dern ausgesprochen beeindruckend dargeboten wurde, treffen Mitten ins Mark. Vergesst „Ich bin dann mal weg!“ wählt „Wild“.


15

SELMA Selma

Martin Luther Kings aktiver Einsatz gegen Rassismus und Rassentrennung, seine Visionen für die Vereinigten Staaten, die nicht bloß Träume bleiben sollten und sein Kampf für die Menschlichkeit als Bürgerrechtler zählten zu seinen großen Leistungen, die 1964 mit dem Friedensnobelpreis gewürdigt – und mit einem Attentat im Jahr 1968 bestraft wurden. Der Oscaprämierte Film bezieht sich auf die Zeitspanne zwischen 1964 und 1968 und hat vor allem die Märsche vom titelgebenden „Selma“ nach Montgomery als Schwerpunkt und punktet vor allem auf darstellerischer und inszenatorischer Ebene. SELMA macht erschreckend deutlich, dass die Probleme von vor über 50 Jahren noch lange nicht gelöst sind, sie heutzutage lediglich in einem anderen Gewand auftreten.


14

KINGSMAN: THE SECRET SERVICE Kingsman

Das wir noch einmal einen Bond der alten schule erleben dürfen – großartig!!! Kingsman versteht sein Handwerk und bietet wunderbare Over-the Top-Action und jede Menge schwarzen Humor, getragen von einem wunderbaren Cast, allen voran Colin Firth, Michael Caine, Mark Strong, Newcomer Taron Egerton und Samuel L. Jackson als lispelnder Antagonist, die offensichtlich jede Menge Spaß beim Dreh hatten und diesen wunderbar auf den Zuschauer zu übertragen wissen. Wer den Film zu ernst nimmt, ist selbst Schuld, alle Anderen werden ihre wahre Freude an dem Spaß haben! By the Way die Kampfszenen sind richtig geil gefilmt und auch sonst gibt es inszenatorisch wirklich rein gar nichts zu bemängeln, so muss ein guter Blockbuster für mich aussehen! Genau so!!!


13

DER MARSIANER Der Marsianer

Bei einer Expedition wird NASA-Astronaut Mark Watney fälschlicherweise für tödlich verletzt erklärt und von seiner Crew auf dem Mars zurückgelassen. Auf baldige Rettung kann er nicht hoffen und so versucht er sein Überleben auf dem einsamen Planeten mit all seinen Widrigkeiten zu sichern… Ridley Scott und Matt Damon liefern ihre beste Arbeit seit gut einem Jahrzehnt ab. Der Soundtrack rundet die vielen humoristischen Einlagen mit zahlreichen Discoklassikern hervorragend ab und sorgt im Gesamtbild dafür, dass sich die Lauflänge von 144 Minuten trotz klassischem Spannungsbogen entschieden kürzer anfühlt. Ein rundes Ding, dass mehrfache Oscarnominierungen einstreichen dürfte!


12

EX MACHINA Ex Machina

Ein Programmierer wird für ein Experiment ausgewählt indem er mit einer künstlichen Intelligenz zusammenarbeiten soll. Nichtsahnend, dass die Grenzen zwischen Mensch, Maschine, Gefühle, Bewusstsein und Sexualität schon bald verschwimmen werden. Alex Garland liefert mit seinem Regiedebüt eine futuristische Neuauflage, die sich optisch und inhaltlich wirklich sehen lassen kann. Dazu kommen hervorragende Darbietungen aller Schauspieler, in der sich Alicia Vikander als Roboterfrau als ernstzunehmende Oscarkandidatin empfielt!


11

AM GRÜNEN RAND DER WELT Am grünen Rand der Welt

Thomas Vinterberg verfilmt den Thomas-Hardy-Klassiker neu und legt für mich nicht nur seine beste Arbeit seit „Das Fest“ ab, sondern das vielleicht beste „Kostümdrama“ der letzten 10 Jahre. Hier stimmt einfach alles: Grandiose Bilder, die majestätisch von Craig Armstrong musikalisch unterlegt werden, detailverliebte Kostüme, sowie einem herausragenden Cast, der bis in die kleinste Nebenrolle perfekt besetzt ist und in der vor allem Carey Mulligan mitzureißen vermag. Für mich ein zu Unrecht unterbewertetes Kinojuwel, dass sich für etliche Oscarnominierungen empfehlen sollte.


Platz 10 bis 1
10

SICARIO Sicario

Der Drogenthriller SICARIO zeichnet sich nicht durch ein brillantes Script aus, sondern durch eine ungewöhnliche Figurenkonstellation, indem lange unklar bleibt wer auf welcher Seite steht, einer wieder mal absolut oscarwürdigen Kameraarbeit von Roger Deakins, einem Score von Jóhann Jóhannsson, der einen zusammen mit der herausragenden Tonarbeit direkt vor Spannung in den Kinosessel drückt. Die Inszenierung ist definitiv eine der großen Stärken und Blunt und Brolin liefern großartige Arbeit ab. Übertroffen werden Beide nur noch von einem übermächtigen Benicio del Toro, der in der letzten halben Stunde eine Meisterleistung abliefert.


09

45 YEARS 45 Years

Ehepaar Kate und Geoff Mercer feiern in wenigen Tagen ihren 45. Hochzeitstag. Dementsprechend laufen die Vorbereitungen auf Hochturen, die jäh unterbrochen werden, als Geoff ein Brief erhält, der ihn unweigerlich zwingt sich mit seiner Vergangenheit auseinanderzusetzen. Das Glück der Beiden droht auseinanderzubrechen… 45 Years ist ein stiller, aber gewaltiger Film, der unweigerlich an Michael Hanekes LIEBE erinnert, mit ebenso gewaltigen subtilen Schauspielleistungen aufwartet und in einem Schlussbild endet, dass den Zuschauer Mitten in die Magengrube schlägt und noch lange nachwirkt!


08

THE IMITATION GAMEThe Imitation Game

Benedict Cumberbatch verkörpert den Forscher Alan Turing, der nicht nur die deutsche Verschlüsselung im 2. Weltkrieg knackte, sondern auch wegen seiner Homosexualität verfolgt wurde mit einer oscarwürdigen Darbietung dieses äußerst komplexen Charakters. Neben seiner fabelhaft gespielten Hauptfigur bietet der Film eine spannende, interessante und berührende Geschichte, die zudem mit einem grandiosen Score von Oscarpreisträger Alexandre Desplat untermalt wurde und mehr als den Oscar für das „Beste adapt. Drehbuch“ verdient gehabt hätte.


07

DIE MELODIE DES MEERES Melodie des Meeres

‚Song of the Sea‘ (so der Originaltitel) ist genauso wie ‚The Secret of Kells‘ ein bezauberndes Stück Animationsgeschichte aus Irland. Das Ganze basiert auf irischen Volksgeschichten und Mythologien und konzentriert sich besonders auf die Legende der Selkies.  Animationen und Zeichnungen sind handgemacht und mit so viel Liebe zum Detail, dass diesbezüglich die digitalen Animationsfilme an Magie und Kraft einfach nicht gegenankommen. Der Soundtrack ist ausgezeichnet und unterstreicht die Zauberhaftigkeit, die das Werk umgibt. Mein persönlich favorisierter Animationsfilm 2014, der es erst jetzt in die deutschen Kinos geschafft hat.


06

CAROL Carol

1952 schrieb die Krimiautorin Patricia Highsmith unter einem Pseudonym den Roman „The Price of Salt“, der wegen seines homosexuellen Inhalts zwischen einer Verkäuferin, die von einem besseren leben träumt und einer wohlhabenden aber unglücklich verheirateten Frau, für Aufsehen. Todd Haynes liefert seine bis dato beeindruckendste Arbeit ab, die mit wundervollen Bildkompositionen, oscarwürdigen Darstellungen von Cate Blanchett und Rooney Mara, sowie einem herausragendem Score von Carter Burwell mitten ins Mark trifft.


05

ALLES STEHT KOPFAlles steht Kopf

Das Besondere am neusten Pixar-Streich ist nicht die Handlung, sondern die Umsetzung. Noch nie haben Gefühle wie Wut, Trauer, Ekel, Angst und Freude so viel Raum in einem Film bekommen, um das emotionale Gleichgewicht von der kleinen Riley wieder herzustellen, die unter dem Umzug in eine neue Stadt leidet und einen folgeschweren Entschluss fasst. Die Mischung zwischen Humor und Gefühl war selten so stimmig und noch nie so kreativ umgesetzt wie hier und gilt als sicherer und hochverdienter Oscarpreisträger. Absolut brillant, wenn auch wegen seiner Komplexität nur bedingt für Kinder zu empfehlen.


04

BIRDMAN (oder die unverhoffte Macht der Ahnungslosigkeit)

Regisseur Iñárritu führt den Zuschauer ohne sichtbare Schnitte und nur mit Kamerabewegungen- und Perspektiven durch verschiedene Schauplätze, Handlungsstränge, Zeit- und Realitätsebenen und wird von einem Jazz-Drum-Score unterlegt, der gleichermaßen beunruhigt als auch fasziniert. Trotzdem darf man „Birdman“ nicht als bloßen Technikblender abtun, bei dem die überwältigende Umsetzung inhaltliche Unzulänglichkeiten kaschiert. „Birdman“ ist im Kern ein aufrührendes, tragisches Charakterstück, in dem die Seele eines gescheiterten, vom unendlichen Drang nach Ruhm und Anerkennung strebenden Mannes ergründet wird. 4 Oscars waren der gerechte Lohn!


03

STEVE JOBSSteve Jobs

Das Biopic wirft einen kritischen Blick auf drei markante Lebensabschnitte des Apple-Gründers und wird durch Aaron Sorkins grandios geschriebenen und von Michael Fassbender, Kate Winslet und Jeff Daniels herausragend vorgetragenen Hochgeschwindigkeitsdialogen zur faszinierenden Studie über seine ambivalente Titelfigur und die Entwicklung zur heutigen Kommunikationsgesellschaft. Hightech-Klänge, Minimalssounds, raffinierte Montagen,   sowie ausgeklügelte Einstellungen und Kamerafahrten runden das stimmige Gesamtbild ab, welches trotz der ungewöhnlichen 3-Szenen-Struktur keine Länge aufweist.


02

VICTORIAVictoria

Victoria schildert den nächtlichen Streifzug von mehrerer jungen Menschen durch Berlin welcher gewaltig aus dem Ruder läuft und trotz 22 (!) Lokationwechsel in einem einzigen Take gedreht wurde. Die Kamera atmet und lebt, sie beobachtet, schweift dann doch wieder ab, die Filmmusik ist dezent und dann wieder dominant. Die Darsteller wirken durch ihre Improvisationen laienhaft, um dann zu darstellerischen Höchstleistungen aufzulaufen. Das Werk bricht mit nahezu jeder Regel, wirkt frisch, mutig und neu – eine Revolution des deutschen Films, die Hollywoodgrößen wie Tarantino beeindruckte. Meisterhaft!

01

WHIPLASH

Damien Chazelle inszeniert in seinem Regiedebüt (!) mit Miles Teller als Drum-Schüler und J.K. Simmons als sein Lehrer ein Psychoduell, welches man selten so intensiv gesehen hat,  schauspielerisch in einem Exzess mündet und den Zuschauer regelrecht aus den Sesseln haut. Handwerklich ebenso überragend fängt die Kamera Bilder ein, die sich ins Gedächtnis brennen und nicht wieder loslassen. In sämtlichen Belangen ein perfektes Werk, welches Oscars für den Schnitt, Ton und Nebendarsteller J.K. Simmons bekam und zurecht alle Top-Listen der Kritiker und Filmliebhaber anführt.


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